Unternehmer wünschen weitere internationale Anbindung

Bielefeld. Die Anbindung an ein weiteres internationales Drehkreuz würde die Attraktivität des Flughafens Paderborn-Lippstadt speziell im Geschäftsreiseverkehr deutlich erhöhen. Das ist das wesentliche Ergebnis eines Gesprächs, zu dem die Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) auf Anregung des Parlamentarischen Staatssekretärs beim Bundesminister der Finanzen und CDU-Bezirkschefs, Steffen Kampeter MdB, und des Paderborner Bundestagsabgeordneten Dr. Carsten Linnemann jetzt interessierte Unterneh-mensvertreter eingeladen hatte.

Der Geschäftsführer des Flughafens, Elmar Kleinert, verdeutlichte dabei die stark veränderten Rahmenbedingungen des Luftverkehrs. Nahezu alle Flughäfen schrieben Verluste, viele kleinere Airlines hätten den Flugbetrieb eingestellt. Und der Markteintritt von Kassel-Calden werde die Wettbewerbssituati-on weiter verschärfen. Auch die Subventionen der Billigflieger an Standorten wie Dortmund, Weeze und demnächst Münster-Osnabrück verschärfe den Kostendruck.

Als Hauptgesellschafter wies der Landrat des Kreises Paderborn, Manfred Müller, während des Gesprächs auf die Anstrengungen der Gesellschafter hin. IHK-Präsident Ortwin Goldbeck appellierte an die anwesenden Unternehmensver-treter, den Flughafen Paderborn-Lippstadt, wenn möglich, stärker zu nutzen. Gleichzeitig wies er daraufhin, dass der Flughafen als Infrastruktureinrichtung der Wirtschaftsförderung diene und damit auch Geld kosten dürfe. Staatssekretär Kampeter sagte in diesem Zusammenhang zu, gegenüber der EU-Kommission die Subventionspraxis anderer Flughäfen zu thematisieren.

In einem nächsten Schritt sollen die Pläne für die Anbindung an ein weiteres Drehkreuz konkretisiert und in einem weiteren Gespräch mit Unternehmens-vertretern im Hinblick auf die Realisierungschancen diskutiert werden.