Staatliches Denkmalförderprogramm 2013

Mit Denkmalfördermitteln restaurierte Baudetails eines Gebäudes an der Bielefelder Straße. Foto: Stadt Detmold

Detmold. An die 700 historische Gebäude wurden in den letzten Jahrzehnten in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen. Sie prägen das Bild der Stadt und machen es unverwechselbar. Doch ein denkmalgeschütztes Haus instand zu halten, ist wegen der individuellen Handwerksarbeit oft zeitaufwändig – und daher meist kostspieliger. Hilfreich können dabei Mittel aus dem staatlichen Denkmalförderprogramm sein. Eigentümer eines Baudenkmals, die im Jahr 2013 umfangreiche Sanierungsmaßnahmen planen und eine finanzielle Unterstützung benötigen, können noch bis zum 21. September Anträge bei der Stadt Detmold – Fachbereich Stadtentwicklung – einreichen. Die Mittelbewilligung erfolgt dann durch die Bezirksregierung.

Für Erhaltungs- und Restaurierungsmaßnahmen gelten besondere Anforderungen. So müssen zum Beispiel für Fassaden bauphysikalisch korrekte Farben und Verputzmaterialien verwendet werden. Beschädigte Stuckfassaden sind vom Fachmann zu restaurieren, für die Dacheindeckung werden Schiefersteine oder zeittypische Ziegelformen benötigt und dergleichen mehr. Gefördert werden können Instandsetzungs- sowie Instandhaltungs- und Restaurierungsmaßnahmen, die einen denkmalbedingten Mehraufwand beinhalten. Hierzu zählen konstruktive Sicherungen, Instandsetzung der Fassaden einschließlich der Fenster und Türen, Dachreparaturen und Dachneueindeckungen sowie Restaurierungsmaßnahmen im Inneren an denkmalgeschützter Ausstattung.

Ein finanzieller Zuschuss ist allerdings an Voraussetzungen geknüpft: gefördert werden nur Gebäude, die in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen sind. Außerdem ist es erforderlich, dass die denkmalrechtliche Erlaubnis für die geplanten Maßnahmen vorliegt. Das heißt, die Vorhaben müssen nach den allgemeinen Regeln des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege geplant und ausgeführt werden und mit der Unteren Denkmalbehörde der Stadt abgestimmt sein.

Für private Eigentümer beträgt die Förderhöhe im Rahmen dieses Programms 30 % der Kosten, die zur Erhaltung der historischen Substanz aufgewendet werden müssen. Die Stadt Detmold als Untere Denkmalbehörde nimmt Anträge für das Denkmalförderungsprogramm 2013 des Landes NRW noch bis zum 21. September 2012 entgegen. Dazu ist ein Formblatt zu verwenden, das unter www.detmold.de herunter geladen oder im Ferdinand-Brune-Haus, Rosental 21, Hintergebäude, Zimmer 123, Tel.: 977-622, abgeholt werden kann. Dort stehen die Mitarbeiter des Fachbereiches Stadtentwicklung – Untere Denkmalbehörde – für alle Fragen der Denkmalförderung beratend zur Verfügung.