Öffnung für das Tor zur Innenstadt

Theater-3Gütersloh.  Das Stichwort heißt „Theaterumfeld“  –  gemeint ist die städtebauliche Sanierung des Bereichs zwischen Theater, Wasserturm, Ev. Stift. Gymnasium  und Stadthalle. Im Zuge des Theaterneubaus wurden bisher  ca. zwei Drittel der Gesamtmaßnahme umgesetzt.
In diesem Jahr  – so weist der städtische Haushaltsplan aus – steht der Abschluss   der Gesamtmaßnahme auf der Agenda. Ziel ist es, durch die Gestaltung die Verbindung  zum Theodor-Heuss-Platz  (Stadthallenvorplatz) bis hin zum Dreiecksplatz zu öffnen. Statt eines „Nadelöhrs“ mit schmalem Weg ,  „Pömpel“- Abgrenzungen und Stufenberg entsteht so ein offener Platz mit barrierefreiem Zugang  zum Kleinen Saal der Stadthalle und einer Sichtachse, die tatsächlich vom Theater bis in die Innenstadt reicht. Gleichzeitig werden damit bauliche Schwachstellen beseitigt. So sind zum Beispiel Stützkonstruktionen aus Holzschwellen teilweise marode.

Die Sanierung dieses Teils war als letzter Teilabschnitt der Umfeldgestaltung  von Anfang an bei den  Planungen für das neue Theater vorgesehen. Für seine Realisierung  ist eine Landesförderung von 70 Prozent bewilligt. Im Vorfeld der Haushaltsplanungen für 2014 hatte  Stadtbaurat Henning  Schulz das Projekt den  Vertretern und Vertreterinnen der Ratsfraktionen vorgestellt und dabei darauf verwiesen, dass die Fördermittel des Landes spätestens bis 2016 (1. Rate)/bzw. 2017 (2. Rate) abzurufen sind, da sie ansonsten verfallen. Angesichts der bestehenden baulichen Defizite und der zu erwartenden weiteren Baukostensteigerungen hatte die Verwaltung einen Baubeginn für das Jahr 2014 mit dem Ziel der Fertigstellung des dritten und letzten Bauabschnitts im Jahr 2015 empfohlen und vor der Aufstellung des Haushalts um ein Votum der Fraktionen dazu gebeten. „Ich habe das Feedback bekommen, dass die Argumente überzeugend sind,“ betont Stadtbaurat Henning Schulz und stellt klar: “Es geht dabei um die Komplettierung  der Gesamtmaßnahme. Natürlich werden wir nicht Bereiche  der erst vor kurzer Zeit neu hergestellten Flächen vor dem Theater  erneut anpacken.“ Der Bereich von Stadthalle, Wasserturm und neuem Theaters stelle ein wichtiges „Tor zur Innenstadt“ dar.  Genau aus diesem Grunde sei  von vornherein die Umfeldgestaltung immer wieder ein zentrales Thema gewesen. Dass seitens des Landes über die Städtebauförderung die Maßnahme erheblich unterstützt werde,  sei außerdem ein sehr positives Signal,  das  den Handlungsdarf und die Bedeutung der Maßnahme bestätige.

Foto: Stadt Gütersloh