Was ist eigentlich…ein „Euro-Schlüssel“?

Gütersloh (gpr). In Gütersloh gibt es zwei behindertengerechte öffentliche Toilettenanlagen, die mit dem so genannten „Euro-Schlüssel“ zugänglich sind: in der Tiefgarage am Bahnhof und jetzt auch in der Spiekergasse. Der Schlüssel steht schwerbehinderten Menschen zur Verfügung, die auf die Nutzung einer barreirefreien Toilette angewiesen sind. 

Seit 1986 werden sämtliche Behinderten-WCs auf Autobahnraststätten, in über 6.000 Städten und Gemeinden sowie in zahlreichen Universitäten und Behörden der Bundesrepublik sowie vieler anderer europäischer Länder mit einer einheitlichen Schließanlage ausgerüstet. Behinderte Menschen können mit einem einzigen eigenen Schlüssel über 45.000 öffentliche Toiletten in ganz Deutschland sowie im europäischen Ausland damit problemlos öffnen und wieder verschließen.

Den Schlüssel erhalten schwerbehinderte Menschen mit den Merkzeichen aG , B , H oder Bl im Schwerbehindertenausweis oder mit einem Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 70 und Merkzeichen G. Der Schlüssel wird gegen die Einsendung einer Kopie des Schwerbehindertenausweises (Vorder- und Rückseite) und dem Betrag von 18 Euro

als Verrechnungsscheck oder in bar zugesandt und hat lebenslang Gültigkeit.

Es ist auch ein Behindertentoilettenführer „Der Locus“ für 8 Euro erhältlich, in dem die Standorte der Behindertentoiletten verzeichnet sind. Zentralschlüssel und Führer zusammen kosten 25 Euro. Diesen Service für behinderte Menschen gibt es seit 1992 auch in

Österreich und der Schweiz, Italien, Skandinavien, den baltischen

Ländern sowie Polen und Russland.

Zu bestellen ist der Schlüssel bei CBF Darmstadt e.V., Pallaswiesenstraße 123 a, 64293 Darmstadt, Telefon 06151/8122-0, mail: info@cbf-darmstadt.de

Infos auch unter: www.cbf-darmstadt.de