Unternehmen müssen Geldwäschebeauftragen benennen

Bielefeld. Unternehmen, die mit hochwertigen Wirtschaftsgütern handeln, sind verBpflichtet, einen eigenen Geldwäschebeauftragten zu benennen – darauf weist die Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) hin. Betroffen von der Regelung, die am 1. Dezember 2012 in Kraft tritt, sind Unternehmen, die beispielsweise mit Kraftfahrzeugen, Schiffen, Motorbooten, Luftfahrzeugen, Edelmetallen (Gold, Platin, Silber), Edelsteinen, Schmuck, Uhren, Kunstgegenständen oder Antiquitäten handeln.

Die Unternehmen müssen bis zum 31. Mai des jeweiligen Wirtschaftsjahres ihren Geldwäschebeauftragten bei der Bezirksregierung Detmold benennen. Weitere Voraussetzungen für die Notwendigkeit zur Benennung eines eigenen Geldwäschebeauftragten sind, dass bei dem Unternehmen der Handel mit hochwertigen Gütern im vergangenen Wirtschaftsjahr über 50 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachte und am Stichtag 31. Dezember des vorherigen Wirtschaftsjahres insgesamt mindestens zehn Mitarbeiter in den Bereichen Akquise, Kasse, Kundenbuchhaltung, Verkauf und Vertrieb beschäftigt waren. Außerdem muss im vorherigen Wirtschaftsjahr bei mindestens einem Geschäftsvorgang Bargeld im Wert von 15.000,- Euro oder mehr angenommen worden sein. Die Bestellung eines Geldwäschebeauftragten sei aber nur eine der Anforderungen, die das Geldwäschegesetz verpflichteten Unternehmen auch außerhalb des Finanzsektors auferlege. Außerhalb des Finanzsektors richte sich das Geldwäschegesetz unter anderem an Güterhändler, Versicherungsvermittler, bestimmte Rechtsdienstleister, Treuhänder und Immobilienmakler. Bei Fragen zum Thema Geldwäschegesetz können sich Unternehmer an die IHK-Rechtsabteilung wenden, Telefon 0521 554 – 215 (Lars Henning Döhler).