Regionalentscheid „Jugend debattiert“: Sieger stehen fest

020_PM_Jugend_debattiert_SiDetmold. Sie wählten die überzeugendsten Worte: Acht Schülerinnen und Schüler sind am Dienstag und Mittwoch, 25. und 26. Februar, zu den besten Nachwuchsrhetorikern Ostwestfalen-Lippes gekürt worden. Sie haben den fünften Regionalentscheid von „Jugend debattiert“ bei der Bezirksregierung Detmold für sich entschieden.

Die Bestplatzierten der ersten beiden Ränge kommen aus Bielefeld sowie den Kreisen Gütersloh und Herford, Lippe und Minden-Lübbecke. „Zum Teil haben diese Schulen schon eine längere Tradition darin, ihre Schüler in Rhetorik und Schlagfertigkeit zu fördern“, sagt Koordinator Werner Zahn von der Bezirksregierung. „Wir freuen uns aber auch sehr, dass mit dem Gymnasium Rahden aus dem Kreis Minden-Lübbecke auch ein junges Projekt einen sehr guten Erfolg erzielt hat.“

Beim Regionalentscheid waren 29 Schulen mit dabei, darunter 21 Gymnasien. Am stärksten vertreten war der Kreis Herford mit acht Schulen, gefolgt von sechs Schulen aus Bielefeld. Die Einrichtungen schickten 98 Schülerinnen und Schüler ins Rennen, 53 Mädchen und 45 Jungen. 30 Kinder waren als Ersatzdebattanten mit dabei, 68 Schülerinnen und Schüler traten in zwei Altersklassen gegeneinander an. Sie absolvierten Hin- und Rückrunden, bis schließlich je vier Teilnehmer in den Finaldebatten standen – aufgeteilt nach den beiden Wettbewerbsregionalverbünden Detmold I und Detmold II. Die jeweils Erst- und Zweitplatzierten sicherten sich die Teilnahme am Landesentscheid am 28. März in Oberhausen.

Die Schüler diskutierten Fragen, die selbst Berufspolitikern viel abverlangen: „Soll die kommunale Grundversorgung mit Gas, Wasser, Strom und Abfall in unserer Gemeinde wieder vollständig in die öffentliche Hand überführt werden?“ Oder: „Soll in Deutschland eine Pkw-Maut eingeführt werden?“ Andere Themen hingegen waren alltagsnah: So stritt die jüngere Altersgruppe im Finale darum, ob Eltern zur Teilnahme an Elternabenden in der Schule verpflichtet werden sollten.

Debattierkunst ist Gewinn für das ganze Leben

„Ich bin beeindruckt von der Vielfalt der Argumente, der Begeisterung der Debattanten und der Streitkultur“, sagte Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl. Diskussionen zielgerichtet führen zu können sei nicht nur wichtig für die Schullaufbahn und die berufliche Qualifikation. „Debattierkunst ist ein Gewinn für das ganze Leben“, so die Regierungspräsidentin.

Bewertet wurde die Redekunst von 60 erfahrenen Juroren: die meisten von ihnen Lehrer. Aber auch ehemalige Teilnehmer von Schul- oder Regionalwettbewerben vergaben Punkte. Jeweils drei Juroren begleiteten eine Debatte. Sie urteilten über Überzeugungskraft, Sachkenntnis, Ausdruck und Gesprächsfähigkeit. Wichtig war zudem, was auch den Profis Probleme macht: das Einhalten der Redezeit.

Der OWL-weite Wettbewerb von „Jugend debattiert“ ist 2010 mit neun Schulen gestartet. Derzeit nehmen 32 Schulen an den Bezirksentscheiden teil. „Jugend debattiert“ ist ein bundesweit ausgerichteter Schülerwettbewerb, der von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Robert Bosch Stiftung, der Stiftung Mercator und der Heinz Nixdorf Stiftung auf Initiative und unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten durchgeführt wird.

Weitere Informationen unter: www.jugend-debattiert.de

Foto: Bezirksregierung Detmold