Öffentliche Donnerstagsführung durch den zweiten Teil der neuen Dauerausstellung

Beischlagwangen-mit-DarstelMinden. Wer mehr über Wohnkultur und Lebensstil einer bürgerlichen Familie Mindens im 18. und 19. Jh. erfahren möchte, erhält am kommenden Donnerstag, 04.02.2016 um 17 Uhr während einer öffentlichen Führung Gelegenheit dazu. Im Haus an der Ritterstraße 23 betrieben die Familien Körber und Freytag fast 140 Jahre eine Buchhandlung mit angeschlossener Leihbücherei. Während der Restaurationsarbeiten im Jahr 2010 wurden zerrissene Briefe, Leihscheine und Buchseiten unter der Balkendecke geborgen. Bei dem ca. 1stündigen Rundgang legen diese Artefakte Zeugnis über die Leselust vergangener Jahre ab. Andererseits vermitteln die im Haus 23 ausgestellten Biedermeier-Möbel einen Eindruck bürgerlichen Wohnens im 19. Jh.

Daneben gewährt die Führung bei einem historischen Streifzug Einblicke in die 450 Jahre alte Geschichte des Hauses 23. Ein im 16. und 17. Jh. entlang der Weser verbreiteter Baustil, die Weserrenaissance, wird hierbei beleuchtet. Beim Betrachten des auf einer Beischlagwange dargestellten auferstehenden Christus wird die Verschmelzung von Baustil und Reformation in Minden nachvollziehbar.

Und schließlich geht es in der Führung um einen Schatz, der 2008 in der benachbarten Brüderstraße gefunden wurde: 37 seltene Goldgulden aus dem 15. und 16. Jh. Während dieser Entdeckungstour der besonderen Art werden Fragen rund um diesen seltenen Schatz, die Geschichte des Hauses 23 und die Geschichten der Menschen, die darin lebten und arbeiteten beantwortet. Für Erwachsene beträgt der Eintritt 5,- € inkl. Führungsgebühr.

Mindener Museum, Di.-So. 12-18 Uhr; Sonderöffnungszeiten für Gruppen.

Weitere Infos unter www.mindenermuseum.de oder 0571 / 9724020 oder museum@minden.de

 Foto: (©Mindener Museum)

Bildtext: Beischlagwangen mit Darstellung des auferstehenden Christus und des Sündenfalls