Lippe damals und heute

Kreis Lippe. Wenn ein Kreis 40 Jahre alt wird, dann gibt es viel zu erzählen. Und welche Veranstaltung wäre dafür besser geeignet als der Jahresempfang des Kreises Lippe unter dem Motto „Wir Lipper im Gespräch“? Landrat Friedel Heuwinkel hatte traditionell ins Kreishaus geladen und rund 260 Gäste waren seiner Einladung gefolgt. Gemeinsam mit dem ehemaligen Landrat Hans Pohl, der langjährigen Patientenfürsprecherin Else Parbs und dem Tischlermeister Ulrich Wächter blickte er zurück auf die vergangenen vier Jahrzehnte.
Thorsten Wagner, Moderator der Veranstaltung und Chefredakteur von Radio Lippe, führte mit viel Witz und dem einen oder anderen Augenwinkern durch den Abend und entlockte den vier Rednern dabei manch eine Anekdote. Hans Pohl berichtete über die politischen Strukturen vor und nach der Zusammenlegung der beiden Kreise Lemgo und Detmold zum 1. Januar 1973 und die Überlegungen der Altkreise, wo das neue gemeinsame Kreishaus zu errichten sei. Während man in der Alten Hansestadt noch vom Norden Detmolds als Sitz der Verwaltung ausging, waren in der Residenzstadt längst die Unterschriften für den Kauf des Geländes am heutigen Standort Hiddeser Berg geleistet. Else Parbs, die lange Jahre in den lippischen Kliniken als Vermittlerin zwischen Patienten und Verwaltung tätig war, erzählte von den sich ändernden Gesundheitsstrukturen und machte Werbung für den Gesundheitsstandort Lippe: „Heute haben wir hervorragende Bedingungen in unseren Krankenhäusern und Fachbereiche, die in OWL an der Spitze sind“. Ein ganz anderes Thema des Abends, aber in den vergangenen 40 Jahren ebenfalls von vielen strukturellen Veränderungen betroffen, war das Handwerk. Die Frage des Moderators, ob der Blomberger Betrieb von Ulrich Wächter auch auf Särge spezialisiert sei, verneinte der Tischlermeister: „Die Erdmöbelfertigung ist nur eine Sparte des Betriebes“. Als Stuhlbauerei von seinem Großvater Anfang des letzten Jahrhunderts gegründet, entwickelte sich das Unternehmen im Laufe der Jahre zu einer Allround-Tischlerei. In besonderer Erinnerung blieb Wächter der Abzug der holländischen Garnison aus der Nelkenstadt, denn damit fielen wichtige Aufträge weg. Zum Abschluss von „Wir Lipper im Gespräch“ kam noch einmal der Hausherr zu Wort. Heuwinkel hob den Wandel der Verwaltung hervor und stellte die Idee des Konzerns Kreis Lippe vor: „Wir haben uns zu einem Dienstleistungsunternehmen entwickelt und schaffen mit unseren Beteiligungen Synergien in vielen Bereichen. Das fängt beim Personal an und hört beim Beschaffungswesen auf“. Das Personal stand dann auch im Fokus. Für ihre 40-jährige Tätigkeit beim Kreis Lippe überreichte Heuwinkel Harald Funke, Bernd-Heinrich Korte, Hartmut Fillies und Sieghard Fürstenau ein Präsent und dankte ihnen für ihr jahrzehntelanges Engagement in den verschiedensten Bereichen der Verwaltung.

Bild: Kreis Lippe – Der Landrat