Lernen in Basel

schuelerDetmold. Ist Jesus wirklich von den Toten auferstanden? Wie sahen in biblischer Zeit Israels Erwartungen an das Kommen des Messias aus? Wie passt die Kreuzigung in die Zeit der Antike hinein? Es ist nicht überraschend, dass es zu diesen zentralen Fragen des christlichen Glaubens unterschiedliche Meinungen gibt. Fragen, die auch im Religionsunterricht der Oberstufe behandelt und im Abitur abgefragt werden. So nutzen zwei Leistungskurse in Evangelischer Religionslehre des August-Hermann-Francke-Gymnasiums Detmold die Gelegenheit, sich mit diesen Fragen im Rahmen von Studientagen des Theologischen Seminars St Chrischona im schweizerischen Basel zu befassen. Das Theologische Seminar bot für Theologiestudenten, Pastoren und Gemeindemitarbeiter Studientage zum Thema „Kreuzigung und Auferstehung Jesu“ und hatte den prominenten Theologen und Bestsellerautoren Nicholas Thomas Wright aus Schottland eingeladen.
Wright ist Professor für Neues Testament und frühe Christenheit an der University of St Andrews in Schottland und anglikanischer emeritierter Bischof von Durham, England. Sein akademischer Schwerpunkt liegt in der Leben-Jesu-Forschung, bei der er von einem Historiker-Standpunkt ausgeht und Bezug auf Altes und Neues Testament, jüdische und nicht-kanonische Schriften, wie auf griechische Klassiker nimmt. So vertrat Wright den Ansatz, dass die Auferstehung Jesu einen Wendepunkt in der Menschheitsgeschichte bilde und die beste Erklärung für die Verbreitung des Christentums biete.
Für die Schüler war besonders erfreulich, dass zwischen den Studientagen ein freier Tag eingeplant war, der für eine Besichtigung und eine Stadtführung der Altstadt Basels genutzt wurde. Die charmante Stadt am Rheinknie, mitten im Dreiländereck Deutschland-Frankreich-Schweiz, beeindruckte die Detmolder Schülerdelegation durch ihre wirtschaftliche Potenz und ihre besondere kulturelle Vielfalt, die sich unter anderem an den 63 Museen der Stadt zeigt. Der Schüler Erik Hoppe resümiert am Ende: „Auch wenn die Vorträge anspruchsvoll waren, war es doch eine wertvolle Erfahrung und gab uns einen Einblick in das Theologiestudium. Zu dem kommt noch, dass Basel sehr schön ist und es am Ende keiner bereute mitgefahren zu sein.“.

 

Foto: Christlicher Schulverein Lippe e. V.