Kleinode, Kunstwerke und wildromantische Schönheiten – LWL präsentiert unter dem Motto „Natürlich schön“ Gärten und Parks

2014_06_14_Wo_Wagenhuber_VersmoldWestfalen (lwl). Westfalen-Lippe beherbergt eine Fülle an prachtvollen Grünanlagen, die das Bild der Region und ihre Entwicklung entscheidend mitgeprägt haben. Zum vierten Mal präsentiert sie der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) mit dem Tag der Gärten und Parks. „Natürlich schön“ lautet das Motto unter dem sich am 13. und 14. Juni über 150 Anlagen präsentieren.

„Ob wilde Naturschönheiten oder streng symmetrische, architektonische Meister-werke, ob Nutz- oder Ziergarten, exotische Kostbarkeiten, Park oder Promenade – kaum etwas ist so vielfältig wie die Gartenkultur“, sagt Udo Woltering, Gartenexperte beim LWL. „Der Besuch eines Gartens ist wie ein kleiner Urlaub. Gärten sind Treff-punkte des gesellschaftlichen Lebens, gern aufgesuchte Orte von Erholung und Ge-nuss. Davon zeugen viele Stadt- und Kurparks, wie in Bad Oeynhausen und Bad Holzhausen im Kreis Minden Lübbecke oder Bad Westernkotten im Kreis Soest“, so Woltering weiter.

Schlossgärten, Klostergärten, Botanische Gärten
In früheren Zeiten waren Gärten oft Statussymbole. Heute wecken sie Erinnerungen an Geschichte und Tradition. In herrschaftlichen Anlagen von Burgen, Schlössern und Herrschaftshäusern wie im Schlosspark Nordkirchen (Kreis Coesfeld), im Schlosspark Hovestadt (Kreis Soest) oder im Gutspark Hiddenhausen (Kreis Herford) lustwandeln heute Besucher wie Adelige vor hunderten von Jahren.

Waren Klostergärten ur¬sprünglich eher als Nutz¬gärten gedacht, so sind sie inzwischen Orte der Be¬sinnung und Einkehr. Vieler¬orts zeugen die ihren hi¬stori¬schen Vorbildern getreu nachempfundenen Anlagen auch in Westfalen-Lippe davon, dass Pflanzen in der Entwicklung Heilmittelkunde eine wichtige Rolle spielten. Davon können sich die Besucher am Tag der Gärten und Parks überzeugen.

„Man muss keine Fachfrau sein, um zu erkennen, wie spannend und gleichzeitig lehr-reich der Besuch eines Botanischen Gartens sein kann. Der Faszination der oft exoti-schen Artenvielfalt erliegt man ganz schnell“, sagt LWL-Projetleiterin Dr. Yasmine Freigang. Nicht nur in Westfalen-Lippe sind sie oft Teil der Hochschulen, die so mit für den Erhalt der Artenvielfalt sorgen. Doch auch die Anzucht regional typischer historischer Gemüsesorten zeugt von Bemühungen der Menschen, eine genetische Vielfalt zu erhalten und zu schützen.

Tag der Gärten_Iris Wolf4Liebevoll gestaltete Privatgärten
„Modern oder traditionell, Gartenkultur ist immer eine Frage der Vorliebe. Nirgendwo wird dies so deutlich wie bei den liebevoll angelegten und gepflegten privaten Gärten“, sagt Freigang. Am Tag der Gärten und Parks öffnen die Besitzer ihre Türen, geben Tipps und fachsimpeln mit Gleichgesinnten.

Jahr für Jahr nutzen beim Tag der Gärten und Parks bis zu 40.000 Besucher die Gelegenheit, in grüne Welten Westfalens einzutauchen. Über 150 private und öffentliche Anlagen nehmen Jahr für Jahr daran teil.

Neu ist dieses Mal das gemeinsame Motto „natürlich schön“. Naturnahe Gärten stehen hoch im Kurs. Besitzer öffentlicher und privater Anlagen wollen mit zahlreichen Aktio-nen daran anknüpfen. Weitere Informationen unter www.gaerten-in-westfalen.de