Infopunkt zum Naturschutzgroßprojekt eröffnet

Zeigten sich angetan vom neuen Infopunkt: NGP-Projektleiter Daniel Lühr, Moritz Ilemann, ChristophSchön (Vorsitzender der Zweckverbandsversammlung des Naturparks), Landrat Friedel Heuwinkel, Bürgermeisterin Dr. Ursula Herbort (stehend, von links), Museumsleiter Karl Banghard und Maler Ulrich Tasche (kniend, von links).Foto: W. Peters

Zeigten sich angetan vom neuen Infopunkt: NGP-Projektleiter Daniel Lühr, Moritz Ilemann, ChristophSchön (Vorsitzender der Zweckverbandsversammlung des Naturparks), Landrat Friedel Heuwinkel, Bürgermeisterin Dr. Ursula Herbort (stehend, von links), Museumsleiter Karl Banghard und Maler Ulrich Tasche (kniend, von links).Foto: W. Peters

Oerlinghausen. Ein prähistorischer Landmann mit Werkzeug in den Händen und mit Schild und Schwert zu seinen Füßen sitzt von einer weidenden Herde Schottischer Hochlandrinder im lichtdurchfluteten Wald der Wistinghauser Senne. Sinnbildlich wird so im ersten Infopunkt der Bezug zur Geschichte und den aktuellen Maßnahmen im Naturschutzgroßprojekt Senne und Teutoburger Wald (NGP) hergestellt. Dieser Infopunkt wurde jetzt im Archäologischen Freilichtmuseum eröffnet. Im Mittelpunkt der 16 Informationstafeln steht die Landschaftsgeschichte dieses besonders interessanten Raumes seit der Urzeit bis zur Gegenwart. Zwei weitere Infopunkte mit unterschiedlichen Schwerpunkthemen sollen folgen.

Oerlinghausens Bürgermeisterin Dr. Ursula Herbort betonte in ihrer Begrüßung die große Bedeutung, die das Naturschutzgroßprojekt mittlerweile als Leuchtturm für die Stadt habe und brachte ihre Freude darüber zum Ausdruck, dass das Projekt eine so hohe Akzeptanz gefunden habe. Landrat Friedel Heuwinkel, zugleich Verbandsvorsteher der Naturparks Teutoburger Wald und Eggegebirge, unterstrich, dass mit diesem neuen Infopunkt wichtige Informationen über die historische Entwicklung dieser Landschaft gegeben werden. Richtig sei es, den Infopunkt im Archäologischen Freilichtmuseum anzusiedeln, weil beide – sowohl Museum als auch Naturschutzgroßprojekt – die Beeinflussung der Landschaft unter unterschiedlichen Aspekten aufgreifen. Heuwinkel unterstrich, wie wichtig beim Start des Projektes die intensive Diskussion zwischen Fachleuten und Bürgern gewesen sei. „Heute sind von 1800 Hektar Gesamtfläche 350 im Besitz des NGP und 20 Schottische Hochlandrinder weiden in der Wistinghauser Senne. Das ist eine tolle Leistung, die auch bei den Besuchern gut ankommt“, so Heuwinkel.

„Durch das Naturschutzgroßprojekt wird die Sennelandschaft in einen neuen Zustand versetzt. Es wird eine an historischen Vorbildern orientierte Waldlandschaft entstehen mit vielen Offenlandflächen und Waldinseln. Damit wird eine Landschaft von hoher Attraktivität geschaffen“ hob Moritz Ilemann, Vorsitzender des Trägervereins des Archäologischen Freilichtmuseums hervor. Der Infopunkt im Museum sei ein hervorragender Ausgangspunkt für die Erkundung des Museums und der Senne mit ihrem enormen Entspannungs- und Erholungspotentials. Damit sei ein weiterer Baustein für den sanften Tourismus in der Region geschaffen worden.

Die inhaltliche Federführung zu dem Infopunkt lag bei dem wissenschaftlichen Mitarbeiter des NGP, Daniel Telaar. Zahlreiche Fotos ergänzen die informativen Texte. Die Illustrationen mit vielen Details zu den verschiedenen historischen Lebenswelten schuf der Illustrator und Maler Ulrich Tasche, der darauf achtete, dass auch Kinder die Geschichte der Landschaft in den Bildern „lesen“ können. Die Scherenschnitte von Momentaufnahmen aus den verschiedenen Zeitaltern stammen von Albert Völkel.

Der Infopunkt kann während der Öffnungszeiten des Museums besucht werden.

Internet: www.afm-oerlinghausen.de   www.ngp-senne.de