IHK lehnt geplante Gewerbesteuererhöhung in Hiddenhausen strikt ab

Kreis Herford. Die Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) lehnt die geplanten Erhöhungen der Gewerbe- sowie Grundsteuern in Hiddenhausen strikt ab. Die IHK appelliert in diesem Zusammenhang an den Gemeinderat, den Vorschlägen des Haupt- und Finanzausschusses nicht zu folgen. Mit 435 Punkten Gewerbesteuer würde Hiddenhausen gemeinsam mit der Stadt Herford der teuerste Standort für Unternehmen im Wittekindskreis werden. „Hierfür gibt es keine sachliche Begründung: Die Steuererhöhungen belasten vorhandene Unternehmen und schrecken potenzielle Investoren ab“, warnt Harald Grefe, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK, und erläutert: „Durch die Anhebung der Gewerbesteuer auf 435 Prozentpunkte verliert Hiddenhausen im kommunalen Standortwettbewerb an Attraktivität. Die Unternehmen rechnen sehr genau, ob sich eine Investition in Hiddenhausen lohnt. Im benachbarten Niedersachsen ist das Hebesatzniveau bei der Gewerbesteuer um rund 100 Punkte niedriger. Dementsprechend müssen dort auch weniger Steuern gezahlt werden“. Den Gemeindehaushalt auf Kosten der Unternehmen zu sanieren, sei kein besonders guter oder kreativer Ansatz von Wirtschaftsförderung. In den vergangenen Jahren habe die Gemeinde eine moderate Steuer- und Abgabenpolitik für Unternehmen betrieben. Dieser Ansatz drohe jetzt verloren zu gehen, ebenso wie das aufgebaute