IHK nimmt 100 Stipendiaten neu ins Weiterbildungsprogramm 2018 auf

Bielefeld. Auf den ersten Blick haben sie nichts gemeinsam: der Energieelektroniker, der sich zum SPS–Techniker weitergebildet hat, und die Bankkauffrau, die einen Intensivsprachkurs im kanadischen Vancouver besucht hat. Und doch gibt es etwas Verbindendes: Beide sind in ihren Weiterbildungsaktivitäten durch das „Weiterbildungsstipendium“, einem Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, unterstützt worden. 100 neue Stipendiaten sind aufgrund ihrer sehr guten Leistungen in der Berufsausbildung jetzt bei der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) neu in das diesjährige Weiterbildungsstipendium aufgenommen worden.

Informierten über Weiterbildungsstipendien: Jennifer Maaß (IHK), die Stipen- diaten Vanessa Stemme und Marius Knurr sowie IHK-Referent Dietmar Mann (v. l.)

Informierten über Weiterbildungsstipendien: Jennifer Maaß (IHK), die Stipen- diaten Vanessa Stemme und Marius Knurr sowie IHK-Referent Dietmar Mann (v. l.)

Diese Förderung existiert bereits im 27. Jahr und bisher haben bei der IHK über 1.600 Stipendiatinnen und Stipendiaten mehr als drei Millionen Euro in die Gestaltung ihrer beruflichen Zukunft investieren können. Das Programm habe sich als Erfolgsmodell und fester Bestandteil der Beruflichen Bildung etabliert. „Die Unterstützung engagierter junger Menschen, die ihre Ausbildung mit En- gagement und durch besondere Leistungen abgeschlossen haben, ist uns ein besonders wichtiges Anliegen. Sie sind die Fach- und Führungskräfte, von de- nen unsere Unternehmen zukünftig noch mehr benötigen werden“, sagte IHK- Referent Dietmar Mann bei einer Infoveranstaltung für den neuen Stipendia- tenjahrgang in der IHK in Bielefeld.

Die neuen Stipendiaten erhalten demnach drei Jahre lang Gelegenheit, an Weiterbildungsmaßnahmen teilzunehmen. Bis zu 7.200 Euro können sie insge- samt in Anspruch nehmen. Sowohl fachbezogene berufliche Weiterbildungen als auch übergreifende und persönlichkeitsbildende Seminare und Lehrgänge kommen in Betracht. Auch Aufstiegsfortbildungen zu Fachwirten, Fachkauf- leuten oder Meistern würden rege nachgefragt, ebenso berufsbegleitende Stu- diengänge. Starkes Interesse fänden zudem Sprachaufenthalte im Ausland. „Das Stipendium ist ein Gewinn für jeden Berufseinsteiger und wichtiger Bau- stein im Rahmen der Attraktivitätssteigerung der beruflichen Bildung“, beton- te Mann.

Das Förderprogramm stoße bei den Teilnehmern, die es bisher genutzt hätten, aufgrund durchweg sehr guter Erfahrungen auf positive Resonanz. In einer Befragung ehemaliger Stipendiatinnen und Stipendiaten bekräftigten über 90 Prozent, welche Vorteile sie durch das Stipendium insbesondere für ihren be- ruflichen Werdegang erfahren konnten. Das bestätigte auch Vanessa Stemme, gelernte Kauffrau im Groß- und Außenhandel: „Durch das Stipendium hatte ich die Möglichkeit, mich fachlich und persönlich weiter zu entwickeln und ich konnte mich dadurch beruflich erfolgreich verändern.“ Und Marius Knurr, In- dustriemechaniker, hob hervor: „Mein Betrieb profitiert von meinen Fortbil- dungen, indem ich das gelernte Wissen direkt einbringen und meinen Kollegen weiterhelfen kann.“

Die IHK betreut gegenwärtig 320 Stipendiatinnen und Stipendiaten. Weitere Informationen zum Weiterbildungsstipendium bei: IHK, Tel.: 0521 554-242 (Jennifer Maaß) oder -248 (Dietmar Mann); E-Mail: j.maass@ostwestfa- len.ihk.de

horizonte_zingst_2018