GERRY WEBER trotzt den Konjunkturängsten und treibt Internationalisierung voran

Halle/Westf. Die GERRY WEBER-Gruppe erreichte auch in den ersten neun Monaten 2010/2011 neue Höchstwerte bei Umsatz und Ertrag. Die Konzernerlöse legten im Vorjahresvergleich um 12,6 Prozent zu. Alle Renditekennzahlen verbesserten sich deutlich überproportional. „Wir bauen unsere Präsenz im internationalen Markt kontinuierlich aus. Unsere Kernmarke GERRY WEBER, die seit Jahren zu den bekanntesten und erfolgreichsten Marken im deutschen Textileinzelhandel gehört, ist auch Dank der Sublabel GERRY WEBER EDITION und G.W. weiter auf Erfolgskurs. Die Umsätze von GERRY WEBER EDITION haben um 24,7 Prozent zugelegt, G.W. hat sich um 53,8 Prozent verbessert“, erklärte der Vorstandsvorsitzende Gerhard Weber.

In den ersten neun Monaten 2010/2011 erhöhten sich die Konzernumsätze von 432,3 Mio. Euro auf 486,8 Mio. Euro, was einem Plus von 12,6 Prozent entsprach. Das deutliche Wachstum wurde erneut sowohl von der Kernmarke GERRY WEBER als auch von den eigenen Retail-Aktivitäten getragen. Das Retail-Geschäft, das neben den Concessions-Flächen die 195 in Eigenregie geführten HOUSES OF GERRY WEBER und den GERRY WEBER eShop umfasst, wuchs um 25,1 Prozent von 124,7 Mio. Euro auf 156,0 Mio. Euro.

Das Unternehmen konnte seine Rendite einmal mehr überproportional steigern. Im Neunmonatszeitraum 2010/2011 legte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 20,1 Prozent von 54,7 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf 65,7 Mio. Euro zu. Das operative Ergebnis (EBIT) verbesserte sich um 23,7 Prozent von 46,0 Mio. Euro auf 56,9 Mio. Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) stieg um 27,3 Prozent von 43,6 Mio. Euro auf 55,5 Mio. Euro. Die jeweiligen Margen erhöhten sich entsprechend. Der Periodenüberschuss nahm von 28,6 Mio. Euro auf 36,0 Mio. Euro zu, was einem Plus von 25,9 Prozent entsprach. Das DVFA-Ergebnis je Aktie belief sich auf 0,78 Euro (bezogen auf die ausstehende Aktienanzahl von 45.905.960 Stück) nach 0,69 Euro (bezogen auf die vergleichbare Aktienanzahl von 41.634.484 Stück) im Vorjahr.

In den ersten neun Monaten 2010/2011 waren durchschnittlich 2.927 Mitarbeiter bei der GERRY WEBER-Gruppe im In- und Ausland beschäftigt. Dies waren 387 mehr als im Vorjahr (2.540). Die neu geschaffenen Stellen entfielen überwiegend auf den Retail-Bereich und damit auf die vom Unternehmen selbst betriebenen HOUSES OF GERRY WEBER.

Das hohe Wachstumstempo der GERRY WEBER-Gruppe setzt sich im laufenden Geschäftsjahr fort. Für das Gesamtjahr geht das Unternehmen von einem Konzernumsatz von etwa 700 Mio. Euro aus, was einem Plus von mehr als zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Die EBIT-Marge wird auf über 14 Prozent steigen. Auch in den kommenden zwei bis drei Jahren soll der Umsatz jeweils zweistellig wachsen. Die EBIT-Marge dürfte sich dann auf 15 Prozent verbessern.

Der Retail-Bereich wird mit rund 65 bis 75 eigenen HOUSES OF GERRY WEBER pro Jahr zukünftig noch schneller wachsen. Die Zahl der Concessions-Flächen bei der größten spanischen Kaufhauskette El Corte Inglés soll auf etwa 40 steigen. „Das Retail-Segment ist und bleibt unser größter Wachstumsmotor, und hier werden wir noch einmal kräftig an Fahrt aufnehmen“, so Weber abschließend. „Neben unseren eigenen HOUSES OF GERRY WEBER werden wir dabei auch zunehmend auf unseren Online-Shop setzen, der zweistellige Wachstumsraten erzielt.“

Im Wholesale-Bereich sieht die GERRY WEBER-Gruppe vor allem im Ausland erhebliches Wachstumspotenzial. Als globales Unternehmen wird die GERRY WEBER-Gruppe auf eine noch stärkere Internationalisierung setzen und vor allem in Asien, dem mittleren Osten und in Nordamerika weiter expandieren. Auch die Aktivitäten in Frankreich, der Schweiz und Italien sollen ausgebaut werden.

Der erste Schritt in den amerikanischen Markt ist vielversprechend verlaufen. Neben Bloomingdales wird die Department Store-Kette Dillards GERRY WEBER in ihre 10 Top-Häuser aufnehmen. „Dies ist ein weiterer Schritt in die zunehmende Internationalisierung von GERRY WEBER. Allerdings werden wir in den USA vorsichtig agieren und die Flächen zunächst durch Partner führen lassen, die den lokalen Markt sehr gut kennen“, erklärte der Vorstandsvorsitzende abschließend.

Als starker Partner des Handels sollen im laufenden Geschäftsjahr rund 200 neue Shop-in-Shops eröffnet und gleichzeitig die Zusammenarbeit mit den Händlern über Vertrauenslimits intensiviert werden.

Text: GERRY WEBER International AG