Fahrkostenerstattung für Schüler angepasst

Gütersloh (gpr). Neuigkeiten für die Zehntklässler des Gymnasiums: Im Schuljahr 2012/2013 wird wieder eine Übernahme der Schülerfahrkosten ab einem Schulweg von 3,5 Kilometer gewährt. Zuvor besagte das Schulgesetzes NRW, dass Schüler der zehnten Klasse an einem G8-Gymnasium (Abitur nach der zwölften Klasse), die mehr als 3,5 Kilometer von der Schule entfernt wohnen, jedoch unter fünf Kilometer, keinen Anspruch mehr auf Übernahme der Schülerfahrkosten hatten. Diese Regelung ist ab sofort nicht mehr gültig.

Die Änderung der Schülerfahrkostenverordnung im Schuljahr 2010/11 führte landesweit zu Protesten, in Minden wurde sogar vor dem Verwaltungsgericht dagegen geklagt. Warum sollten Schüler der zehnten Klassen des Gymnasiums anders behandelt werden als Schüler der zehnten Klassen der Haupt-, Real- und Gesamtschulen? – Anlass der damaligen Neuregelung war die Einführung des „Turbo-Abiturs“ nach acht Jahren, wodurch die zehnte Klasse des Gymnasiums zur gymnasialen Oberstufe (Sekundarstufe II) zählte.

Das Schulministerium NRW hat nun zum Schuljahr 2012/13 diese Gesetzesänderung zurückgenommen, sodass Schüler der zehnten Klasse des Gymnasiums fahrkostenrechtlich wieder gleichgestellt mit anderen Schulformen sind. Die Zehntklässler des Gymnasiums haben nun also auch wieder Anspruch auf die Übernahme von Schülerfahrkosten ab einer Schulweglänge von 3,5 Kilometer.