Kinder entdecken neues Angebot der Naturschule Gütersloh

BU: Hatten viel Spaß im Wald: Aljoscha, Niklas, Enric, Jakob, Sonja, Clara, Thomas und Fiene zusammen mit Kursleiterin Rebecca Deppe und Umweltberaterin Andrea Flötotto. Foto: Zentrale Öffentlichkeitsarbeit Gütersloh

Gütersloh (MW). Wie sieht es im Wald aus? Was gibt es zu sehen oder auch zu fühlen? Wie heißt der Baum da drüben und wie ist er eigentlich aufgebaut? Diesen und anderen Fragen gingen am Dienstag acht interessierte Jungen und Mädchen im Alter von sechs bis zehn Jahren im Waldstück an der Franz-Grochtmann-Straße spielerisch nach. Sie waren die ersten Teilnehmer des Kurses „Dicke Freunde im Wald“.

„Genau wie Menschen Körperteile haben“, erklärte Kursleiterin Rebecca Deppe den im Kreis stehenden Kindern, „bestehen auch die Bäume aus verschiedenen Teilen“. Mit einem lebensgroßen Beispielbaum vor der Nase, fiel es den Kindern nicht schwer die Teile zu benennen: Blätter, Zweige, Äste, Stamm, Rinde, Krone, Wipfel und Wurzeln. Daraus besteht ein Baum. Doch ein Baum steht nicht allein im Wald. Zusammen mit Sträuchern und krautigen Pflanzen, entstehen Schichten im Wald, die mit den Stockwerken eines Hauses vergleichbar sind. Am Dienstagnachmittag konnten die acht angehenden Baumexperten mit den „Dicken“ im Wald Freundschaft schließen.

Nachdem Harald Rethage, der Pächter des Waldstückes, den Kindern erklärte, was seine Aufgaben und Pflichten im Wald sind, wurde gespielt. In Partnerarbeit sollten die Kinder einen zuvor blind ertasteten Baum sehend wiedererkennen. „Das war einfach“, verkündete Jakob. „Mein Baum war voll mit Moos und die Rinde fühlte sich glatt an“. Bäume sind nämlich nicht nur an ihren Blättern, sondern auch an ihrer Rinde zu erkennen.

Das nächste Spiel war da vielleicht schon kniffliger. Mit Suchaufträgen machten sich die Kinder auf den Weg durch den Wald. Fiene sollte etwas finden, was sie an ein Märchen erinnert. Ein Auftrag, der scheinbar nicht so leicht zu erfüllen war. Leichter aber fiel es Sonja etwas zu finden, was sie gerne Verschenken würde. Sie legte ein feines Gras zu den anderen Fundstücken auf die Sammeldecke.

BU: Aljoscha und Niklas bei der Suche nach einem dicken Freund. Foto: Zentrale Öffentlichkeitsarbeit Gütersloh

Nachdem alle fleißig mitgearbeitet hatten, wurde zum Abschluss – je nach Interesse – wild durch den Wald getobt, auf Bäume geklettert, eine Blätterkrone gebastelt, mit

Stöcken gespielt oder auch Baumpuzzle gelöst. Der Nachmittag verging wie im Flug. Zum Abschluss gab es für die wissbegierigen Kinder eine Urkunde und ein Baumbestimmungsheft um sich weiter mit den neuen dicken Freunden im Wald vertraut zu machen.