Artenvielfalt ist Lebensqualität

Gütersloh (gpr). Die Artenvielfalt ist akut bedroht: Durch fortschreitende Haussanierungen sowie moderne Bauweisen bei Neubauten fehlen zunehmend Quartiere für Fledermäuse oder Brutmöglichkeiten für Vögel. Damit sterben Arten wie Schwalben, Mauersegler, Spatzen, Hausrotschwanz und Bachstelze in unseren Siedlungen nach und nach aus. Doch was wäre ein Frühling ohne Schwalben und ein Sommer ohne Mauersegler?

Genauso wie es möglich ist, ein Gebäude unter Beachtung des Denkmalschutzes zu sanieren, können und müssen nach neuer Rechtslage alle sanierungswilligen Hauseigentümer Aspekte des Artenschutzes berücksichtigen. Entsprechendes gilt für Neubauten, bei denen sich durch richtiges Planen und Umsetzen geeigneter Maßnahmen viel für Tierschutzbelange tun lässt, sei es bei der Verglasung – Stichwort Vogelschlag an Glasscheiben – oder sei es der Einsatz tierfreundlicher Beleuchtungen. Hinzu kommen die verschiedenen Möglichkeiten gebäudeintegrierter Nisthilfen für Tiere, die ein Stück der Lebensqualität unserer Stadt ausmachen.

Im Rahmen der Gütersloher Energieaktionstage lädt der städtische Fachbereich Umweltschutz zu einer Vortragsveranstaltung in die Volksbank ein. Am Montag, 22. Oktober, von 18.30 bis 21 Uhr informieren Experten in der Volksbank-Zentrale Gütersloh, Friedrich-Ebert-Straße 73-75, welche Arten bedroht sind und welche Möglichkeiten des Artenschutzes es gibt. Außerdem wird auf die rechtlichen Vorschriften zum Artenschutz eingegangen.

Als Fachleute stehen Bernhard Walter von der Biologischen Station Bielefeld / Gütersloh sowie Thomas Bierbaum und Albert Ewerszumrode von der Landschaftsbehörde Gütersloh zur Verfügung. Einfach zu realisierende und praktische Maßnahmen für Gebäudeeigentümer, Bauherren, Architekten, Dachdecker, Fensterbauer, Maler und andere Interessierte werden in zwei Vorträgen vorgestellt. Die Fachleute stehen für Rückfragen und Diskussion natürlich ebenfalls zur Verfügung.

Um Anmeldung bei Bernd Schüre oder Andrea Flötotto vom städtischen Fachbereich Umweltschutz wird gebeten: Entweder telefonisch unter 822089 oder 822250 oder per Mail an bernd.schuere@gt-net.de beziehungsweise an andrea.floetotto@gt-net.de.

Foto: Zentrale Öffentlichkeitsarbeit Stadt Gütersloh