„Aber das Leben geht weiter“

KarinKaperLemgo. Die Gleichstellungsstelle der Alten Hansestadt und das Mehrgenerationenhaus zeigen in Kooperation mit dem Hansa Kino am Dienstag, den 10. September um 20.00 Uhr einen bewegenden Film von Karin Kaper über den Verlust der Heimat aus dem Blickwinkel persönlich betroffener Frauen.

Der Kinodokumentarfilm erzählt die Familiengeschichten dreier polnischer und dreier deutscher Frauen aus mehreren Generationen, deren Wege sich nach Ende des Zweiten Weltkrieges auf dramatische Art kreuzen.
Dem Schicksal der Deutschen, die später in Bremen und Umgebung eine zweite Heimat fanden, wird das der polnischen Familie gegenübergestellt, die ihrerseits 1940 von der sowjetischen Armee aus Ostgebieten Polens nach Sibirien verschleppt wurde.

Das warmherzige und ruhige Werk von Karin Kaper verzichtet bewusst auf jede Gewaltdarstellung. Die Berliner Regisseurin verfilmt die biografischen Erlebnisse ihrer Mutter Ilse Kaper während der Flucht aus dem damaligen Niederlinde, heute Platerówka, östlich von Görlitz. Der Film berücksichtigt nicht nur die erschütternden Vorkommnisse in den Kriegswirren bis zur endgültigen Vertreibung der deutschen Familie aus ihrem niederschlesischen Dorf im Sommer 1946. Er wirft auch ein Licht auf die Entwicklungen der Nachkriegszeit sowie spätere Jahrzehnte bis heute.

Die einmalige Sonderveranstaltung findet in Anwesenheit der Regiseurin am Dienstag, den 10. September um 20.00 Uhr im Hansa-Kino Lemgo statt. Im Anschluss an die Vorstellung haben die Zuschauerinnen und Zuschauer Gelegenheit, mit Karin Kaper ins Gespräch zu kommen.

BU: Karin Kaper. (Foto: Lemgo)