Deutsches Rotes Kreuz zieht Resümee nach erstem „Qualifizierungsjahr“

lightboxBielefeld. Nach dem Ende des Zivildienstes im letzten Sommer,  stand auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) vor der Frage: Wie soll es weiter gehen? Die DRK Bielefeld Soziale Dienste gGmbH bietet unter anderem den medizinischen Fahrdienst im ganzen Bereich Ostwestfalen und auf Anfrage auch deutschlandweit an. Dazu zählen Fahrten zu Ärzten, Krankenhäusern, Dialyse- und Bestrahlungsfahrten, sowie REHA- und Verlegungsfahrten. Mit den Transporten im Spezialfahrzeug für Rollstuhlfahrer hat sich das DRK zum Ziel gesetzt, Menschen mit Behinderungen die Teilnahme am öffentlichen Leben zu ermöglichen.  Die Frage war, wie all das ohne Zivildienstleistende zu bewerkstelligen sein soll und ob die Einführung des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) all diese verantwortungsvollen Aufgaben auffangen kann.

Die Reaktion vom DRK darauf war, dass zusätzlich zum BFD und dem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) ein sogenanntes „Qualifizierungsjahr“ (QJ) angeboten wurde. Hier haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich zum Rettungshelfer qualifizieren zu lassen. Das im letzten Jahr vom DRK gestartete Projekt fand schnell sehr viel Zuspruch. Von den 25 ausgeschriebenen Stellen wurden innerhalb kurzer Zeit alle besetzt. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die zu Qualifizierenden mit sehr viel Engagement der Tätigkeit nachgehen, wenngleich das DRK auch mit den „Bufdis“ überwiegend sehr gute Erfahrungen gemacht hat. Für die jüngeren Teilnehmer ist es eine gute Möglichkeit, erste Berufserfahrungen zu sammeln und sich auf  das Arbeitsleben vorzubereiten, während es für die älteren Teilnehmer ein Wiedereinstieg ins Berufsleben sein kann.

Der Grundgedanke bei dem Qualifizierungsjahr ist es, dass Menschen, die sich bereit erklären durch freiwilliges Engagement zu helfen, auch davon profitieren sollen.

Die für die Qualifizierung zum Rettungshelfer notwendigen Lehrgänge und Prüfungen werden vom Studieninstitut Westfalen-Lippe durchgeführt. Nach bestandener theoretischer und praktischer Prüfung geht es mit dem zweiwöchigen Rettungswachenpraktikum weiter, bei denen den Teilnehmern der Einblick in den Rettungsdienst ermöglicht wird. Bei besonderer Eignung besteht nach einem Jahr die Möglichkeit, das Qualifizierungsjahr zu verlängern und sich zum Rettungssanitäter ausbilden zu lassen. Zusätzlich zur Fachvermittlung wird eine abwechslungsreiche Tätigkeit  in einem jungen, motivierten Team, sowie die Möglichkeit, die eigene Kompetenz weiter zu entwickeln, geboten.

 Nachdem jetzt alle Teilnehmer des Qualifizierungsjahres 2011/2012 mit Erfolg ihre Prüfungen bestanden und die Praktika absolviert haben, sieht ein Großteil derjenigen es als neue Herausforderung an, den Vertrag zu verlängern und den Schritt in Richtung Rettungssanitäter zu gehen. Auch die DRK Bielefeld Soziale Dienste gGmbH sieht das „QJ“ mittlerweile als festen Bestandteil des Unternehmens und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit mit den Teilnehmern.

 Auch in diesem Jahr möchte das Deutsche Rote Kreuz Interessenten und Interessentinnen die Möglichkeit bieten, sich im sozialen Bereich zu engagieren und zu entwickeln und bietet unter anderem 25 Stellen im Qualifizierungsjahr an. Zusätzlich sind Plätze im Bundesfreiwilligendienst und im Freiwilligen Sozialen Jahr zu vergeben. Einsatzorte für den Bereich der Fahrdienste sind Bielefeld, Herford und Lemgo. Alle Stellen sind ab sofort zu besetzen. Interessenten können sich bei Anja Langellotti unter Tel. 0521 / 32 98 98 – 17 oder per Email unter freiwilligendienste@sozialedienste.drk.de informieren oder sich direkt online über die Homepage www.sozialedienste.drk.de bewerben.

Foto: DRK Bielefeld Soziale Dienste gGmbH