21 internationale Stipendiaten ausgezeichnet

Wadhah Zai El Amri aus Tunesien erhält an der Fachhochschule Bielefeld den DAAD-Preis.

Bielefeld (fhb). Jedes Jahr im Dezember können sich internationale Studierende der Fachhochschule (FH) Bielefeld über Stipendien freuen. Darunter sind Gelder des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), der Firma CLAAS KGaA mbH und der Fördergesellschaft FH Bielefeld e.V. und, ein Novum in diesem Jahr, das so genannte Studienbeginn-Stipendien aus hochschuleigenen Mitteln zur Qualitätsverbesserung.

Prof. Dr. Ulrich Schäfermeier, Vizepräsident für Studium und Lehre, begrüßte die internationalen Studierenden: „Von den rund 10.000 Studentinnen und Studenten an der FH Bielefeld sind aktuell 831 aus dem Ausland. Daran sieht man, wie international unsere Hochschule ist. Wir möchten in Lehre und Forschung noch internationaler werden, denn gerade in Zeiten des Protektionismus einzelner Staaten ist dies essenziell.“

DAAD-PreisDen mit 1.000 Euro dotierten DAAD-Preis 2017 erhält Wadhah Zai El Amri aus Tunesien, der Ingenieurinformatik studiert. Prof. Dr. Lars Fromme sagte in seiner Laudatio über den Preisträger: „Herr Zai El Amri ist sehr hilfsbereit und hat bislang alle Module mit sehr guten Leistungen absolviert. Das ist eine erstaunliche Leistung, da er erst seit 2015 in Deutschland ist und innerhalb eines Jahres Deutsch gelernt hat.“ Auch außerhalb der Hochschule engagiert sich der Student seit einigen Jahren in gesellschaftlichen und politischen Organisationen. So war er beispielsweise Mitglied der tunesischen Organisation „Junior Chamber International“, die sich zum Ziel gesetzt hat, jungen Erwachsenen Entwicklungsmöglichkeiten zu geben, so dass diese in die Lage versetzt werden, positive Veränderungen in der Gesellschaft zu bewirken. Außerdem war er nationaler Beobachter der ersten freien tunesischen Präsidentschaftswahlen im Jahr 2014 bei der „Tunesischen Vereinigung für die Integrität der Demokratie und der Wahlen“. In Deutschland ist er studentisches Mitglied des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) geworden und engagiert sich im Schachverein Rochade in Rödinghausen.

Die so genannten Matching-Funds-Stipendien in Höhe von je 1.000 Euro werden vom DAAD und von einem Unternehmen oder anderen Organisationen unterstützt. Das heißt: für jedes Stipendium, das von einem Unternehmen finanziert wird, legt der DAAD ein weiteres oben drauf. An der FH Bielefeld gibt es in diesem Jahr vier extern finanzierte und vier vom DAAD geförderte Matching-Funds-Stipendien. Die Wirtschaftsrecht-Studentin Prishila Hanelli aus Albanien erhält das Matching-Funds-Stipendium der CLAAS KGaA mbH. CLAAS unterstützt die
Studentin aber nicht nur finanziell, sondern auch ideell durch Mentoring und Praktikumsangebote. Die Fördergesellschaft FH Bielefeld e.V. vergibt drei Matching-Funds-Stipendien: Mustapha El Gharrafi aus Marokko studiert Regenerative Energien, Mohammed Al-Watari aus dem Jemen studiert Projektmanagement Bau auf dem Campus Minden, und Zineb El Gharbaoui, ebenfalls aus Marokko, studiert im Master Elektrotechnik.

Über die DAAD-Matching-Funds-Stipendien freuen sich Bibhor Niraula, BWL Student aus Nepal, Shindar Rammo, Maschinenbau-Student aus Syrien, Issa Alkhalil, Wirtschaftsinformatik-Student aus Syrien und Moaid Ismail Othman, Elektrotechnik-Student aus dem Irak.

Erstmals wurden 13 Stipendien in Höhe von 1.250 Euro an Studienanfänger vergeben, die aus Mitteln der Fachhochschule zur Qualitätsverbesserung stammen. Nora Naujoks, die im Akademischen Auslandsamt die internationalen Studierenden betreut und die Veranstaltung moderierte, erklärte die Idee hinter dem Stipendium: „Wir möchten die Studierenden unterstützen, die gerade frisch nach Deutschland kommen. Sie haben noch kein Netzwerk und es ist für sie zum Beispiel nicht so einfach, einen Studentenjob zu finden. Deshalb ist das Stipendium gerade in dieser ersten Phase eine große Hilfe.“ Die Stipendiaten: Ahmad Al-Manadili aus Syrien (Studiengang Mechatronik), Jamil Alyou aus Syrien (Regenerative Energien), Marta Beauchamp aus Italien und Großbritannien (Gestaltung), Mahmud Bisho aus Syrien (Soziale Arbeit), Abdalsalam Housin aus den Palästinensischen Gebieten (Mechatronik), Gubazi Kutubidze aus Georgien (Soziale Arbeit), Mohammed Mamdouh aus Marokko (Soziale Arbeit), Michal Mastej aus Polen (Elektrotechnik), Kodjo Messiga aus Togo (BWL), Irina Pavlova aus der Russischen Föderation (Wirtschaftsrecht), Ismail Tobi aus dem Libanon (Mechatronik), Rafael Alejandro Toranzo Sotelo aus Peru (Gestaltung) und Marina Vopshina aus der Russischen Föderation (BWL).

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BUZ: Die Stipendiatinnen und Stipendiaten mit den Förderern, Organisatorinnen und Laudatoren.
Foto: Michael Kohls