NRW-Stiftung fördert Biotopverbund im Kreis Höxter

Bis zu 320.000 Euro fließen in wertvolle Naturflächen bei Steinheim-Ottenhausen.

Steinheim. Die NRW-Stiftung unterstützt den Biotopverbund im Kreis Höxter mit einem Förderpaket von bis zu 320.000 Euro. Damit wurden der Ankauf sowie die ökologische Weiterentwicklung von Flächen im Bereich des Naturschutzgebietes „Buchenwald bei Bellenberg“ in Steinheim-Ottenhausen ermöglicht. Gemeinsam mit weiteren Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen ist eine Gesamtförderung von bis zu 500.000 Euro gesichert.

VL.: Dr. Katrin Weiß (Leiterin der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Höxter), Stephan Lücking (Stiftung Steinheimer Becken), Matthis Unruhe (Vorsitzender der Stiftung Steinheimer Becken), Frank Grawe (Leiter der Landschaftsstation Kreis Höxter), Dr. Ute Röder (Vorstandsmitglied der NRW-Stiftung), Ferdinand Lüking (Vorsitzender Heimatverein Ottenhausen), Christian Langner (Dezernent der Bezirksregierung Detmold im Naturschutz) Heribert Gensicki (Stiftung Steinheimer Becken) Karsten Postert, (stellv. Vors. Heimatverein Ottenhausen) sowie Christian Bruns und Isabel Schriegel. (Foto: Ralf Brakemeier)

VL.: Dr. Katrin Weiß (Leiterin der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Höxter), Stephan Lücking (Stiftung Steinheimer Becken), Matthis Unruhe (Vorsitzender der Stiftung Steinheimer Becken), Frank Grawe (Leiter der Landschaftsstation Kreis Höxter), Dr. Ute Röder (Vorstandsmitglied der NRW-Stiftung), Ferdinand Lüking (Vorsitzender Heimatverein Ottenhausen), Christian Langner (Dezernent der Bezirksregierung Detmold im Naturschutz) Heribert Gensicki (Stiftung Steinheimer Becken) Karsten Postert, (stellv. Vors. Heimatverein Ottenhausen) sowie Christian Bruns und Isabel Schriegel. (Foto: Ralf Brakemeier)

Bei einem Besuch in Ottenhausen wurden die Flächen im Beisein von Dr. Ute Röder, Vorstandsmitglied der NRW-Stiftung, vorgestellt. Ziel des Projekts ist es, die biologische Durchgängigkeit für Tiere und Pflanzen nachhaltig zu verbessern.

Die Flächen zeichnen sich durch einen hohen Strukturreichtum aus. Hecken, Einzelbäume, alte Streuobstbestände und kleinere Stillgewässer prägen das Gebiet. Diese vielfältigen Lebensräume bieten insbesondere Amphibien wie der Erdkröte, dem Grasfrosch und dem besonders bedrohten Laubfrosch geeignete Rückzugsorte und Überwinterungsmöglichkeiten. Inzwischen sind auch die letzten Amphibien durch die neu erworbenen Flächen in die Feuchtgebiete zur Fortpflanzung eingewandert.

„Die Flächen spielen aufgrund ihrer besonderen Lage und Ausstattung eine entscheidende Rolle bei der Ergänzung und Optimierung des regionalen Biotopverbundsystems“, betonte Dr. Ute Röder. „Bereits bei früheren Projekten, etwa im Grünlandzug und im Biotopverbund Multhöpen, ebenfalls in Ottenhausen, konnten Flächen für den Naturschutz gesichert werden. Umso wichtiger ist es, diese dauerhaft ökologisch zu bewirtschaften.“

Die Betreuung des Waldmeister-Buchenwaldes sowie die Pflege der Flächen übernehmen künftig der Heimatverein Ottenhausen und die Landschaftsstation im Kreis Höxter e. V. in Zusammenarbeit mit weiteren lokalen Akteuren sowie der Stiftung für Natur, Heimat und Kultur im Steinheimer Becken.

Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung konnte seit ihrer Gründung 1986 fast 4.000 Natur- und Kulturprojekte mit insgesamt rund 340 Millionen Euro fördern. Das Geld dafür erhält sie vom Land NRW, aus Lotterieerträgen von Westlotto, aus Mitgliedsbeiträgen ihres Fördervereins und aus Spenden. Mehr Informationen gibt es unter www.nrw-stiftung.de sowie im Podcast „Förderbande“.

Zum 40-jährigen Bestehen der NRW-Stiftung im Jahr 2026 erhalten Bürgerinnen und Bürger des Jahrgangs 1986 für ein Jahr eine Mitgliedschaft im Förderverein der NRW-Stiftung. Weitere Informationen dazu gibt es unter www.nrw-stiftung.de/40-jahre.