Netzwerk Klosterlandschaft OWL stellt neues Jahresprogramm vor

Das neue Jahresmagazin „Zeit“ bündelt Kultur, Konzerte, Kunstprojekte und Klosterfestival-Angebote in Ostwestfalen-Lippe.

 

Vor dem Forum Abtei trotzen sie den stürmischen Zeiten: (v.l.) Fotograf und Designer Kalle Noltenhans, Akkordeonist Kamil Dmochowski, Klosterfestival- und Bachwanderung Betreuerin Nicola Nilling, GfW-Geschäftsführer im Kreis Höxter, Michael Stolte, und der künstlerische Leiter der Klosterlandschaft OWL, Hans Hermann Jansen. Foto: Klosterlandschaft OWL/M. Schäfer

Vor dem Forum Abtei trotzen sie den stürmischen Zeiten: (v.l.)
Fotograf und Designer Kalle Noltenhans, Akkordeonist Kamil Dmochowski, Klosterfestival- und Bachwanderung Betreuerin Nicola Nilling, GfW-Geschäftsführer im Kreis Höxter, Michael Stolte, und der künstlerische Leiter der Klosterlandschaft OWL, Hans Hermann Jansen. Foto: Klosterlandschaft OWL/M. Schäfer

Marienmünster/Ostwestfalen. Das Netzwerk Klosterlandschaft OWL macht mit seinem neuen Jahresprogramm die kraftvollen Schätze der Region erlebbar. Orgelvesper, Jazzkonzerte, Rauminszenierungen, Kunstinstallationen, Bach-Wanderungen und Ferientheater zeigen, wie kreativ, lebendig und vielschichtig sich das regionale Klostererbe auch in diesem Jahr präsentiert.

Die aktuelle Broschüre des Netzwerkes Klosterlandschaft OWL ist unter dem Titel „Zeit“ druckfrisch erschienen. Auf 48 reich bebilderten Seiten entfaltet sich ein farbenprächtiges Kaleidoskop. Akzente setzen dabei nicht nur das Welterbe Corvey oder die Abteikirche Marienmünster, sondern beispielsweise auch die evangelische Kirche Maria im Weinberg in Warburg, die sich vom 14. Juni an in einen eindrucksvollen Kunstraum verwandelt.

Zeitgemäße und innovative Konzepte prägen das neue Jahresmagazin ebenfalls. So wirft die Broschüre einen Blick in das ehrenamtlich geführte Besucherzentrum Forum Abtei, das in diesem Jahr seinen zehnten Geburtstag feiert. Auch Zukunftsprojekte wie im Kloster Wiedenbrück, das in der Tradition des Heiligen Franziskus zur lebendigen Begegnungsstätte avanciert, machen deutlich, wie zeitgemäß und innovativ das Netzwerk Klosterlandschaft heute auftritt.

Im Fokus steht außerdem das Klosterfestival, das vom 24. Juni bis 23. August an verschiedenen Klosterorten ein sommerliches Vergnügen verspricht. Mit von der Partie ist der polnische Musiker Kamil Dmochowski, der mit dem „Instrument des Jahres“, dem Akkordeon, am Sonntag, 2. August, um 17 Uhr im Christlichen Bildungswerk „Die Hegge“ auf eine klangvolle „Reise ins Sacrum“ mitnimmt. „Das kann dann auch ruhig ein bisschen herausfordernder und unerhörter werden“, freut sich Festival-Intendant Hans Hermann Jansen über das dramaturgische Hör-Erlebnis.

Mehr als 50 klösterliche Einrichtungen in ganz Ostwestfalen, darunter allein 24 aus dem Kreis Höxter, beteiligen sich inzwischen aktiv an den vielfältigen kulturellen Angeboten. Besonders im Kulturland Kreis Höxter, aus dem sich die Klosterregion vor 25 Jahren entwickelte, „bleibt dieser Bereich nach wie vor ein absolutes Alleinstellungsmerkmal“, betont Michael Stolte.

Neben Aktivtourismus mit unzähligen Angeboten fürs Radfahren oder Wandern und dem Gesundheitstourismus, beispielsweise in Bad Driburg, sei die Klosterlandschaft ein authentisches, wichtiges und werthaltiges Thema, das nach außen strahle und auch viele Gäste aus den Niederlanden oder Skandinavien regelmäßig in den Kreis Höxter locke, so der Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter (GfW). Die Besucherinnen und Besucher faszinierten vor allem die lebendigen Kulturschätze, allen voran das Welterbe Corvey, und die spirituelle Ausrichtung der Klöster. „Wir sind allerdings kein Museum und kein Panoptikum, sondern halten die Balance zwischen Kulturthemen und den Refugien der klösterlichen Gemeinschaften“, unterstreicht Michael Stolte.

Ungewiss bleibt die weitere Finanzierung. Die restriktive Haushaltspolitik bereitet den Initiatoren Sorgen. Bereits in diesem Jahr hat das Netzwerk Klosterlandschaft OWL keine regionale Kulturförderung mehr vom Land NRW erhalten. „Nur in einer gemeinsamen Kraftanstrengung und mit Hilfe des Kreises Höxter, der noch einmal 25.000 Euro beigesteuert hat, sind die Kultur- und Kunstprojekte in der Klosterregion gesichert“, berichtet Michael Stolte. Die weitere Finanzierung des Netzwerkes Klosterlandschaft für das Jahr 2027 sei jedoch vollkommen offen.

Nichtsdestotrotz stellt auch der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) die überregionale Strahlkraft der Klosterlandschaft in den Mittelpunkt. „Es ist wichtig, dieses enge Netzwerk von Verbindungen, Gemeinschaften, Institutionen und klösterlichen Einrichtungen immer wieder ins Bewusstsein der Menschen zu holen“, bestärkt Dr. Yasemin Freigang, Referatsleiterin von der Westfälischen Kulturkonferenz des LWL, das Engagement der Initiatoren im Kreis Höxter.

Gefördert wird das Projekt unter anderem von den Kreisen Gütersloh, Lippe und Paderborn, vom Kulturland Kreis Höxter, dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe, der VerbundVolksBank OWL eG sowie der Lippischen Landeskirche.

Das neue Jahresmagazin ist ab Anfang Mai kostenlos in den Klöstern sowie in den Tourist-Informationen der beteiligten Kommunen erhältlich. Darüber hinaus sendet die Kulturland Kreis Höxter Tourismusmarketing bei der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung die Broschüre gerne per Post zu. Kontakt: info@kulturland.org oder Tel.: 05271 974323.

Details zur Arbeit des Netzwerkes sowie die Online-Version des Programmheftes gibt es unter www.klosterlandschaft-owl.de.