zdi-Roboterwettbewerb: Jugendliche lassen Roboter ins All fliegen

Beim zdi-Roboterwettbewerb traten acht Teams aus der Region gegeneinander an

Kreis Gütersloh. Beim zdi-Roboterwettbewerb in Halle (Westf.) wurde die Remise zur Weltraum-Mission: Transport der Rakete zur Startrampe, Ausrichtung der Erdantenne, Umweltbeobachtung aus dem All und Experimente in der Schwerelosigkeit standen auf dem Aufgabenplan. Was nach einer Checkliste für die nächste Artemis-Mondmission klingt, war der spannende Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler aus der Region. Acht Teams ließen ihre Roboter „durchs All fliegen“, um im Kampf gegen die Uhr möglichst viele Punkte zu sammeln.

Der Kernauftrag beim zdi-Roboterwettbewerb: Einen Roboter der Produktserie Lego Mindstorms so ausrüsten und programmieren, dass er autonom verschiedene Aufgaben fehlerfrei erledigt und dabei nicht länger als 150 Sekunden unterwegs ist. Auf einer rund zwei Meter langen und etwa einen Meter breiten Matte gilt es, Bausteine zu verschieben, einzusammeln und verschiedene Punkte zu durchlaufen.

Unter der Beobachtung von Julian tauscht Jean-Luc vom Team „Die unfassbaren Letzten“ aus Halle (Westf.) das Werkzeug am Roboter. Foto: proWi GT

Unter der Beobachtung von Julian tauscht Jean-Luc vom Team „Die unfassbaren Letzten“ aus Halle (Westf.) das Werkzeug am Roboter. Foto: proWi GT

„Jedes Team kann ganz individuell entscheiden, wie es den Roboter ausrüstet und mit welcher Strategie es die Aufgaben angeht“, erklärt Franziska Monkenbusch, Leiterin des zdi-Zentrums pro MINT GT. Das Zentrum richtet den Wettbewerb gemeinsam mit der Ravensberger Erfinderwerkstatt aus.

Wie bei einem sportlichen Wettkampf zahlt sich intensive Vorbereitung aus. Jede Bewegung des Roboters auf der Spielmatte wird vielfach getestet und genau programmiert. Eine mögliche Befehlssequenz könnte lauten: „Starte Motor, stelle Geschwindigkeit auf 75 Prozent, bewege dich zehn Zentimeter nach rechts und drehe dich dort um 13 Grad.“ So gleiten die Roboter Schritt für Schritt durch das symbolische All.

„Es ist jedes Mal wieder beeindruckend und spannend zu sehen, wie viele verschiedene und kreative Lösungen die einzelnen Teams sich für die Aufgaben ausgedacht haben“, sagt Monkenbusch.

Insgesamt drei Mal mussten die Roboter der Teams die Aufgaben bewältigen. Je nachdem, wie gut die Aufgaben gemeistert wurden, vergaben die Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter des Organisationsteams Punkte. Eingreifen konnten die Schülerinnen und Schüler während der Läufe kaum noch. Erlaubt waren lediglich ein Wechsel der Werkzeuge oder das Zurücksetzen des Roboters.

Der Roboterwettbewerb wird bereits seit dem Jahr 2006 ausgerichtet und verzeichnet seitdem eine stetig wachsende Zahl teilnehmender Teams – auch im Kreis Gütersloh. In diesem Jahr nahmen acht Teams mit mehr als 50 Schülerinnen und Schülern teil. Der Wettbewerb soll Lust auf Themen aus den Bereichen Programmierung, Technik und Automatisierung machen.

Für die zwei besten Teams geht es nach dem Lokalwettbewerb zum Regionalwettbewerb nach Paderborn. Wer sich dort durchsetzt, steht im Finale in Mülheim an der Ruhr.

Besonders zielsicher bewegten sich in Halle die Teams „RaiserF4Teen“ vom AHF Gymnasium Detmold, „Harsewinkel Bots“ vom Gymnasium Harsewinkel und „Wir vom Helmholtz“ vom Helmholtz-Gymnasium Bielefeld über die Matte und durch den Weltraum. Sie belegten in dieser Reihenfolge die Plätze eins, zwei und drei.

Das zdi-Zentrum pro MINT GT bietet neben dem zdi-Roboterwettbewerb weitere Angebote für Kinder, Jugendliche, Lehrkräfte und Unternehmen an. Ziel ist es, junge Menschen für MINT-Themen zu begeistern. Weitere Informationen gibt es unter www.pro-mint-gt.de.