Seit 2016 prägt die Marke Bielefeld das Stadtbild, Kampagnen und die Kommunikation der Stadt – getragen von Stadtmarketing, Wirtschaft und Stadtgesellschaft.

Auch die diesjährige Bielefeld-Kampagne hat das gewisse Augenzwinkern, das man vom Team der Bielefeld Marketing inzwischen gewohnt ist. Im Bild: (v. l.) Marisa Kotthaus, Jens Siekmann, Christina Makowski, Joanna Glynn und Lea Siebert. © Bielefeld Marketing GmbH
Bielefeld. Die Marke Bielefeld wird zehn Jahre alt: 2016 haben Bielefeld Marketing und die Stadt Bielefeld gemeinsam die Stadtmarke entwickelt. Beteiligt waren außerdem Unternehmen, Kultur- und Wissenschaftsinstitutionen sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger. Das Ergebnis war mehr als ein neues Logo. Es wurde zum gestalteten Ausdruck eines verbindenden Selbstverständnisses und einer gemeinsamen Identifikation mit der Stadt.
Am Anfang des Markenprozesses standen zentrale Fragen: Was sind die Stärken Bielefelds? Was lässt Menschen sagen: „Das ist typisch Bielefeld“? Diese Fragen prägen die Stadtkommunikation bis heute.
Auf Stärken konzentrieren
Nur dank des Fördernetzwerkes „Bielefeld-Partner“ konnte der Stadtmarkenprozess überhaupt beginnen. Was andernorts nur mithilfe großer öffentlicher Etats möglich war, wurde in Bielefeld als Schulterschluss von Wirtschaft und Stadtgesellschaft realisiert.
Das Erscheinungsbild Bielefelds ging in der Folge inhaltlich und optisch neue Wege. Ein weißer Bielefeld-Schriftzug auf rotem Kasten, austauschbare Werbebilder und Slogans wie „Bielefeld macht Spaß“ gehörten der Vergangenheit an. Heute stehen moderne und authentische Bildwelten im Mittelpunkt – ebenso wie die positionierenden Stärken der Marke Bielefeld: die Lage im Teutoburger Wald, eine starke Wirtschaft, exzellente Hochschulen, ein attraktives Freizeit- und Kulturangebot sowie Geschichte und Natur im Stadtbild.
„Der Weg zur starken Stadtmarke geht weiter“, sagt Martin Knabenreich, Geschäftsführer der Bielefeld Marketing GmbH. „Indem es uns gelingt, die vorhandenen Stärken der Stadt immer besser zu vermitteln, wird Bielefeld im Wettbewerb der Städte und Regionen gestärkt. Von einer starken Marke Bielefeld kann dabei die ganze Stadt profitieren: Mehr qualifizierte Fachkräfte für Bielefelds Unternehmen, mehr Leben in der Innenstadt, mehr Besucherinnen und Besucher der kulturellen und Freizeit-Angebote, mehr Wir-Gefühl innerhalb der Stadtgesellschaft.“
Humor spielt eine Schlüsselrolle
Auch das populäre BIE-Stadtlogo, das aus dem Bielefelder Straßenbild nicht mehr wegzudenken ist, entstand im Rahmen des Stadtmarkenprozesses. Dieser wurde inzwischen mehrfach ausgezeichnet: mit dem German Brand Award 2017, dem Europäischen Kulturmarken Award 2018, dem Effie Germany 2020 für die Kampagne „#BielefeldMillion“ und dem German Brand Award 2024 für die Fachkräfte-Kampagne „match your future“.

„Die Menschen hier haben Herz, Humor und keine Scheu, sich auch mal selbst auf die Schippe zu nehmen“, meint Jens Siekmann vom Bielefelder Stadtmarketing. © Bielefeld Marketing GmbH
„Auch wenn uns solche Auszeichnungen natürlich freuen, ist uns die langfristige Wirkung im Alltag wichtiger“, sagen Kati Bölefahr und Jens Siekmann, die gemeinsam für Stadtmarke und Kommunikation bei Bielefeld Marketing verantwortlich sind. Beide betonen: „Die Marke Bielefeld zeigt sich in Kampagnen, die auffallen und im Gedächtnis bleiben. Humor spielt dabei häufig eine Schlüsselrolle.“
Auch die diesjährige Bielefeld-Kampagne „Jetzt mal ehrlich“, die ab 1. Mai in und um Bielefeld zu sehen ist, setzt auf das Augenzwinkern, das vom Bielefelder Stadtmarketing inzwischen bekannt ist. Auf einem Plakat steht: „In Bielefeld klappt alles“. Eine kleine Fußnote ergänzt: „Ziemlich häufig jedenfalls, unter Idealbedingungen und mit etwas Glück.“ Ein anderes Plakat behauptet: „Alle wollen nur nach Bielefeld“ – kleingedruckt folgt der Zusatz: „Laut einer spontanen Umfrage im Stau auf der B61.“
Jens Siekmann, kreativer Kopf hinter den Kampagnen von Bielefeld Marketing, erklärt dazu: „Ein bisschen Frechheit und Selbstironie passen einfach zu Bielefeld. Die Menschen hier haben Herz, Humor und keine Scheu, sich auch mal selbst auf die Schippe zu nehmen.“
Zusammen mehr erreichen
Die enge Verzahnung von Stadtmarketing, Stadtgesellschaft und Wirtschaft kennzeichnet auch die Kampagnenarbeit für Bielefeld. Unternehmen und Institutionen aus der Stadt nutzen die farbigen Vorlagen des Stadtmarketings, schreiben eigene Texte und verbreiten die Ergebnisse über ihre Kanäle. Als Beispiel nennt Bielefeld Marketing das Unternehmen Dr. Oetker, das im Rahmen der Kampagne formuliert: „Pudding, Pizza, Paderborn“ und: „Finde den Fehler!“
„Damit so etwas passiert, braucht es kreative Partner, vertrauensvollen Austausch im Vorfeld und auf allen Seiten den Wunsch nach Kooperation“, sagt Kati Bölefahr. „Die Möglichkeit für Unternehmen und Institutionen, bei unseren Kampagnen aktiv mitzuwirken, erhöht die Akzeptanz natürlich deutlich. So können erstaunliche Synergien entstehen.“
Mitmachen und gewinnen
Wer selbst kreativ werden und sich an der Kampagne „Jetzt mal ehrlich“ beteiligen möchte, kann einen eigenen witzigen Bielefeld-Spruch per E-Mail an kommunikation@bielefeld-marketing.de senden. Die besten Sprüche gewinnen einen Bielefeld-Gutschein sowie ein Paket mit Produkten im Bielefeld-Design.
Dank des partizipativen Ansatzes gilt Bielefeld als Best-Practice-Beispiel für andere Städte in Deutschland. Das Bielefeld-Partner-Netzwerk aus engagierten Firmen und Institutionen wächst weiter: Mittlerweile unterstützen rund 75 Unternehmen aus der lokalen Wirtschaft den breit angelegten, offenen Stadtmarkenprozess und bekennen sich damit zum Standort Bielefeld.
Die Bielefeld Marketing GmbH setzt den Stadtmarkenprozess federführend für die Stadt mit eigenen Mitteln um. Oberbürgermeisterin Dr. Christiana Bauer und das Presseamt der Stadt unterstützen den Prozess.
Weitere Informationen zum Bielefelder Markenprozess gibt es online unter www.bielefeld-marketing.de/markenprozess. Mehr zur Werbekampagne „Jetzt mal ehrlich“ in Bielefeld steht auf der Kampagnen-Website unter www.bielefeld.jetzt/malehrlich.





