IHK gibt Schülerinnen beim Girls‘ Day Einblicke in den Chefinnen Alltag

Den Alltag einer Chefin aus nächster Nähe erleben – diese Möglichkeit hat die Industrie‑ und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) am Donnerstag (23. April) Schülerinnen beim bundesweiten Girls’ Day eröffnet.

Girls’ Day bei der IHK Ostwestfalen: Hauptgeschäftsführerin Petra Pigerl Radtke gewährte den Schülerinnen Aleen Alkhudhur (von links), Liv Schäfer, Lia Ineke Frank und Marlene Noht Einblicke in den Chefinnen Alltag. Foto: Tilo Sommer/IHK Ostwestfalen

Girls’ Day bei der IHK Ostwestfalen: Hauptgeschäftsführerin Petra Pigerl Radtke gewährte den Schülerinnen Aleen Alkhudhur (von links), Liv Schäfer, Lia Ineke Frank und Marlene Noht Einblicke in den Chefinnen Alltag. Foto: Tilo Sommer/IHK Ostwestfalen

Bielefeld. Die IHK hatte ihre Teilnahme an der Aktion erneut unter das Motto „Ich werde Chefin“ gestellt, um Mädchen frühzeitig für Unternehmertum und Führungsverantwortung zu begeistern.

Mehrere Schülerinnen begleiteten IHK‑Hauptgeschäftsführerin Petra Pigerl-Radtke einen Vormittag lang in ihrem beruflichen Alltag. Auf dem Programm standen unter anderem eine gemeinsame Besprechung mit ihrem Team, das Abstimmen von Terminen, Gespräche zu aktuellen Themen sowie die Beantwortung einer Medienanfrage. Beim gemeinsamen Lunch blieb zudem Zeit für Fragen und persönlichen Austausch.

Chefin zu sein bedeutet Verantwortung – vor allem aber die Chance, Dinge zu gestalten, eigene Ideen umzusetzen und Menschen dafür zu begeistern“, betont Pigerl‑Radtke. „Genau das macht diese Aufgabe für mich so besonders. Wenn ich den Schülerinnen den einen oder anderen Impuls für ihre berufliche Zukunft mitgeben konnte, hat der Girls’ Day viel erreicht“, so die IHK-Hauptgeschäftsführerin.

Unterstützt wurde die Aktion zudem von engagierten Unternehmerinnen aus Ostwestfalen, die weiteren Teilnehmerinnen ebenfalls Einblicke in ihren Chefinnen‑Alltag ermöglichten. Dazu zählten Alexandra Altmann, Raphaela Knoke, Anja Kruse‑Schäfer und Kathrin Stühmeyer‑Halfar, die ihre Erfahrungen aus unternehmerischer Praxis und IHK-Ehrenamt einbrachten.

Hintergrund ist, dass es beim unternehmerischen Engagement in Deutschland und in Ostwestfalen weiterhin eine deutliche Kluft zwischen Männern und Frauen gibt. Zwar sind Frauen heute in vielen Ausbildungs- und Studiengängen stark vertreten, beim Schritt in Unternehmertum und Führung zeigen sich jedoch nach wie vor große Unterschiede: Nur gut ein Drittel der Gründenden in Ostwestfalen ist weiblich, etwa jede vierte Führungsposition in Unternehmen in der Region ist von Frauen besetzt. Mit dem Girls’ Day setzt die IHK Ostwestfalen ein klares Zeichen für klischeefreie Berufsorientierung und weibliches Unternehmertum – mit dem Ziel, jungen Frauen frühzeitig den Blick für Führungsrollen in der Wirtschaft zu eröffnen.