Krankenstand in Bielefeld bleibt 2025 auf hohem Niveau

AOK-Gesundheitsbericht 2025: Atemwegserkrankungen sind weiterhin die häufigste Ursache für Krankschreibungen in Bielefeld.

Der Krankenstand bei den rund 52.800 bei der AOK NordWest versicher- ten Arbeitnehmenden in Bielefeld lag 2025 bei 6,5 Prozent. Foto: AOK/colourbox/hfr.

Der Krankenstand bei den rund 52.800 bei der AOK NordWest versicherten Arbeitnehmenden in Bielefeld lag 2025 bei 6,5 Prozent. Foto: AOK/colourbox/hfr.

Bielefeld. Der Krankenstand in Bielefeld ist leicht rückläufig, bleibt aber weiterhin auf einem hohen Niveau. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsbericht der AOK NordWest hervor. Danach lag der Krankenstand bei den rund 52.800 AOK-versicherten Arbeitnehmenden in Bielefeld im Jahr 2025 bei 6,5 Prozent. Im Jahr zuvor hatte der Wert bei 6,6 Prozent gelegen.

Beschäftigte fehlten 2025 im Schnitt 23,9 Tage krankheitsbedingt in ihren Betrieben. Langzeiterkrankungen von mehr als sechs Wochen verursachten 34,1 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage. „Atemwegserkrankungen machten fast ein Drittel aller Krankheitsfälle aus und waren mit Abstand wieder der häufigste Grund für eine Krankschreibung“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Matthias Wehmhöner.

Hauptursache für den weiterhin hohen Krankenstand in 2025 in Bielefeld waren die vielen Atemwegsinfekte und Erkältungskrankheiten. Foto: AOK/colourbox/hfr.

Hauptursache für den weiterhin hohen Krankenstand in 2025 in Bielefeld waren die vielen Atemwegsinfekte und Erkältungskrankheiten. Foto: AOK/colourbox/hfr.

Atemwegserkrankungen waren 2025 weiterhin der häufigste Grund für Krankschreibungen. Ihr Anteil an allen Arbeitsunfähigkeitsfällen lag bei 31,7 Prozent. Mit deutlichem Abstand folgten Muskel- und Skeletterkrankungen mit 14,3 Prozent, Verdauungserkrankungen mit 7,4 Prozent sowie Verletzungen mit einem Anteil von fünf Prozent an allen Arbeitsunfähigkeitsfällen.

Im Branchenvergleich wurde der höchste Krankenstand bei den AOK-Mitgliedern in Bielefeld im Jahr 2025 im Bereich Energie, Wasser, Entsorgung und Bergbau festgestellt. Dort lag der Wert bei 8,2 Prozent. Den niedrigsten Krankenstand verzeichnete die Branche Land- und Forstwirtschaft mit 4,2 Prozent.

Mit einem Krankenstand von 6,5 Prozent liegt Bielefeld unter dem Durchschnitt in Westfalen-Lippe. Dort betrug der Krankenstand 7,1 Prozent. Die durchschnittliche Krankheitsdauer je Fall lag in Bielefeld bei 9,1 Kalendertagen.

Wehmhöner weist darauf hin, dass sich das Arbeitsleben in den vergangenen Jahren durch zunehmende Digitalisierung, den demografischen Wandel, Fachkräftemangel, Arbeitsverdichtung und Homeoffice deutlich verändert habe. „Hier kann betriebliche Gesundheitsförderung Ansätze bieten, um die Widerstandsfähigkeit und psychische Belastbarkeit der Belegschaft von Betrieben zu stärken. Eine gute Unternehmenskultur und Führung sind zentrale Stellschrauben, um Mitarbeitende gesund zu erhalten und langfristig an die Unternehmen zu binden“, so Wehmhöner.

Quelle: AOK NordWest