Besucherinnen und Besucher können die Weiterentwicklung von „Drawings of Removal“ am 11. und 12. Juli live verfolgen
Herford. Besucherinnen und Besucher des Marta Herford erhalten am Samstag, 11. Juli, und Sonntag, 12. Juli 2026, eine außergewöhnliche Gelegenheit: Der US-amerikanische Künstler Edgar Arceneaux arbeitet während der regulären Öffnungszeiten öffentlich an seinem fortlaufenden Kunstprojekt „Drawings of Removal“. Die Installation ist Teil der neu eröffneten Ausstellung Mindset Los Angeles in der Lippold-Galerie.
Edgar Arceneaux begann „Drawings of Removal“ bereits im Jahr 1999. Die Installation ist als Work-in-Progress angelegt und entwickelt sich durch die fortgesetzte Bearbeitung des Künstlers stetig weiter. Auf den ersten Blick erinnert das Werk an eine Ateliersituation.
Die Installation besteht aus sich überlagernden, großformatigen Zeichnungsblättern. Einige Bereiche wurden ausgeschnitten oder radiert, einzelne Teile anschließend neu zusammengesetzt. Arbeitsutensilien, Zeitungsartikel und weitere Gegenstände ergänzen das Kunstwerk.
Inhaltlich beschäftigt sich die Arbeit mit der Stadt des inzwischen verstorbenen Vaters des Künstlers. Dabei spielen Fragen des Sich-bewusst-Werdens, des Erinnerns und Aufzeichnens sowie die Auseinandersetzung mit der eigenen Herkunft eine zentrale Rolle.
Am 11. und 12. Juli wird Edgar Arceneaux, der 1972 in Los Angeles geboren wurde und in Pasadena lebt, seine vor mehr als zwei Jahrzehnten begonnene Arbeit im Marta weiterbearbeiten. Besucherinnen und Besucher können ihm jeweils von 11 bis 18 Uhr bei der Erweiterung der Installation zusehen. Das Angebot ist im regulären Eintrittspreis des Museums enthalten.
Für die Präsentation in der Lippold-Galerie wurden Werke kalifornischer Künstlerinnen und Künstler aus der Sammlung Schürmann ausgewählt. Die Arbeiten werden im Kontext des Projekts Mindset Los Angeles gezeigt und stehen exemplarisch für Themen, die sich seit der US-amerikanischen Nachkriegskunst weiterentwickelt haben. Diese ist parallel in den Gehry-Galerien zu sehen.
Im Vordergrund stehen das laborartige Experimentieren, eine reduzierte Material- und Formensprache sowie politisch-gesellschaftliche Zusammenhänge.
Weitere Informationen sind im Veranstaltungskalender des Marta Herford erhältlich.








