Zentraler Kunstrasenplatz in Lübbecke fertiggestellt

Lübbecke. Ein lange gehegter Wunsch der Fußballer im Stadtgebiet ist in Erfüllung gegangen. Nach mehreren Jahren Planung und rund drei Monaten Bauzeit ist Lübbeckes erster Kunstrasenplatz mit wettkampftauglichen Abmessungen fertiggestellt. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde übergab Bürgermeister Frank Haberbosch den Platz symbolisch an den Stadtsportverband und die Vertreter der Fußball spielenden Vereine und nutzte die Gelegenheit für eine besonders herzliche Danksagung im Namen der Stadt.

Es war niemand geringerer als der Lübbecker Ehrenbürger und größte Arbeitgeber im Kreis Paul Gauselmann, der mit seinem Beitrag buchstäblich den Ball ins Rollen gebracht hatte. Frank Haberbosch erzählte anekdotisch , wie ihn auf dem Weg nach Bielefeld ein Anruf von Paul Gauselmann erreichte: „Er sagte mir, er habe von der Kunstrasen-Idee gehört und wolle uns unterstützen. Dann nannte er die Summe von 200.000 Euro, und ich war platt“, so der Bürgermeister. „Espelkamp und Lübbecke können sich wahrlich glücklich schätzen,“ so Haberbosch weiter, „denn Städten, die Förderer wie Paul Gauselmann haben, lacht die Sonne“.

Zentraler Kunstrasenplatz fertiggestellt / Dank an Sponsor Paul Gauselmann

Symbolischer Anstoß auf dem neuen Grün: Sponsor Paul Gauselmann (vorn, 3. v. l.) mit (v.l.) Karl-Heinz Eikenhorst (Vorsitzender Fußballkreis Lübbecke), Lutz Freiberg (Kreis-Baudezernent), Bürgermeister Frank Haberbosch, Baudezernent Ingo Ellerkamp und Reinhold Wöstehoff (Vorsitzender Stadtsportverband Lübbecke) sowie Vertretern der Fußball spielenden Vereine (Hintergrund).Foto: Stadt Lübbecke

Der lieferte denn auch umgehend den Beweis, dass er immer für eine dicke Überraschung gut ist: „Ich hab‘ das Geld dabei,“ sagte Paul Gauselmann, zückte einen Scheck aus der Jackentasche und übergab ihn dem Bürgermeister, „Sie müssen nur noch den Empfänger eintragen.“ Über seine Motivation sagte Gauselmann: „Wir sind ein Unternehmen mit Sitz in Espelkamp und in Lübbecke, und wir sind beiden Standorten verbunden. Wenn ich da helfen kann, dann mache ich das sehr gern.“ Er erinnere sich gut an die frühen Jahre seiner Firmengeschichte, in der es neben den Erfolgen auch schwere Zeiten gegeben habe: „Ich hatte viel Glück im Leben, aber ich weiß auch, was es heißt, wenn man mal Hilfe brauchen kann.“

Im Gespräch mit Vereinsvertretern am Spielfeldrand betonte Haberbosch, der Kunstrasenplatz sei ihm schon lange ein Herzensanliegen gewesen. Er selbst habe als Handballer die Füße zwar eher „zum Schuhe zubinden“, aber das schmälere nicht seinen Respekt vor der Leistung der Fußballvereine: „Da wird Großartiges vor allem in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen geleistet, und es ist unsere Aufgabe als Stadt, dabei bestmöglich zu unterstützen.“

Haberbosch nannte das neue Grün einen „ersten Schritt, auf den weitere folgen“ müssten: „Wenn es nach mir geht, bekommen wir noch zwei weitere Kunstrasenplätze, einen im Osten, einen im Westen des Stadtgebiets.“ Damit werde Lübbecke zu den am besten ausgestatteten Kommunen der Region aufschließen, eine solide Grundlage für den Vereinssport schaffen und andere Sportstätten für den Freizeitsport entlasten.

Die Fertigstellung kommt gerade rechtzeitig zum Herbst, in dem sich erfahrungsgemäß die witterungsbedingten Spielabsagen auf den Naturrasenflächen häufen. Die zukünftige Sportstättenentwicklung, auch im Bereich des Hallensports, wolle er gemeinsam mit den Vereinen in Angriff nehmen, so der Bürgermeister. „Nur wenn wir alle an einem Strang ziehen, werden wir wirklich etwas für die Sportlerinnen und Sportler in Lübbecke erreichen.“

MOW_2020