Hitzeschutz für Babys in Bielefeld: AOK gibt Eltern Tipps

Säuglinge und Kleinkinder reagieren empfindlicher auf hohe Temperaturen. Die AOK erklärt, worauf Eltern bei Flüssigkeit, Sonnenschutz und Warnzeichen achten sollten.

Bielefeld. Hitzeschutz für Babys ist an heißen Sommertagen besonders wichtig. Der erste Sommer mit dem Baby ist für viele Eltern eine schöne Zeit. Wenn Meteorologen jedoch vor Hitzewellen in Bielefeld warnen, sollten Eltern besonders darauf achten, dass es ihren Kindern gut geht.

Kleinkinder und Babys brauchen bei Hitze mehr Flüssigkeit, deshalb ist regelmäßiges Trinken an warmen Tagen in Bielefeld besonders wichtig. Foto: AOK/Colourbox/hfr.

Kleinkinder und Babys brauchen bei Hitze mehr Flüssigkeit, deshalb ist regelmäßiges Trinken an warmen Tagen in Bielefeld besonders wichtig. Foto: AOK/Colourbox/hfr.

Kleinkinder und Säuglinge vertragen Hitze schlechter als Erwachsene und sind bei steigenden Temperaturen schneller gefährdet. Ein Kleinkind erzeugt beim Bewegen mehr Wärme als ältere Kinder oder Erwachsene. Gleichzeitig schwitzen Kleinkinder und Babys weniger. Deshalb können sie ihren Körper schlechter abkühlen.

Zudem ist ihre Hautoberfläche im Verhältnis zum Körpergewicht größer als bei Erwachsenen. Dadurch können sie sich nur langsamer an Hitze anpassen. Das führt dazu, dass Babys und Kleinkinder schneller unter Hitzebeschwerden leiden. Sie dehydrieren rascher, ihre Haut ist anfälliger für Sonnenbrand und sie erleiden eher einen Hitzschlag. „Eine gute Faustregel zum Hitzeschutz ist: Je jünger das Kind ist, desto mehr muss es vor Hitze geschützt werden. Babys können sich selbst nicht helfen – ihr wichtigster Sonnen- und Hitzeschutz sind die Erwachsenen“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Matthias Wehmhöner.

Wie viel Flüssigkeit brauchen Kinder? An heißen Tagen sollten Babys öfter gestillt oder mit Milchersatz versorgt werden. Kinder zwischen zwei und sechs Jahren brauchen bei normalen Temperaturen rund drei Viertel bis einen Liter Flüssigkeit pro Tag. Bei Temperaturen über 30 Grad kann auch die doppelte bis dreifache Trinkmenge nötig sein.

Am besten eignen sich etwa einmal pro Stunde Wasser oder ungesüßter Tee. Stark gesüßte Getränke wie Limonaden, Eistees oder Säfte sollten vermieden werden. Zudem sollten Getränke nicht eiskalt sein. Wichtig ist außerdem: Auch stillende Mütter brauchen bei Hitze mehr Flüssigkeit. Lebensmittel mit hohem Wassergehalt wie frisches Obst, Gemüse – insbesondere Melonen und Gurken – oder eine kühle Suppe wie Gazpacho können ebenfalls erfrischen.

Die schöne Sommerzeit draußen mit dem Baby genießen: Das macht Freude, wenn Schatten, Sonnenschutz und Abkühlung bedacht werden. Foto: AOK/Colourbox/hfr.

Die schöne Sommerzeit draußen mit dem Baby genießen: Das macht Freude, wenn Schatten, Sonnenschutz und Abkühlung bedacht werden. Foto: AOK/Colourbox/hfr.

Sonnenschutz für die Kleinen ist an heißen Tagen besonders wichtig. Kinder sollten nur in den kühleren Morgen- und Abendstunden im Freien spielen. Kinder unter einem Jahr dürfen sich gar nicht in der direkten Sonne aufhalten. Auch Kinder bis vier Jahre sollten an sonnigen Tagen zwischen 10 und 17 Uhr im Schatten oder im Haus bleiben, um sich vor Hitze und UV-Strahlung zu schützen.

Sinnvoll sind helle, leichte und gegebenenfalls UV-undurchlässige Kleidung. Nicht fehlen sollten Kopfbedeckung, Sonnenbrille sowie Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 30. Ausreichender Sonnenschutz ist vor allem bei Aufenthalten am und im Wasser wichtig, denn Wasser reflektiert die UV-Strahlung und verstärkt sie dadurch. Deshalb sollten Kinder nach dem Planschen immer neu eingecremt werden. Zu beachten ist dabei: Die durch den Lichtschutzfaktor angegebene Schutzdauer wird durch Nachcremen nicht verlängert, sondern nur erhalten. „Für Babys sind allerdings hautbedeckende Kleidung oder Innenräume besser als Sonnencreme, denn ihre Haut ist noch sehr empfindlich“, sagt Wehmhöner.

Gefahr durch Hitzschlag: Wenn Kinder sich bei Hitze zu lange oder zu intensiv bewegen, entsteht Hitzestress. Wird dieser nicht erkannt, kann es sogar zu einem Hitzschlag kommen. Typische Anzeichen für Hitzestress sind ein gerötetes Gesicht, starkes Schwitzen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Ohrensausen und Erschöpfung.

Treten diese Symptome auf, sollte der Organismus des Kindes wieder abkühlen – am besten in einem kühleren Raum. Kühle und feuchte Umschläge helfen dem Körper, die Temperatur zu senken. Gleichzeitig sollte das Kind möglichst viel trinken. Verbessert sich die Situation nicht, droht ein Hitzschlag. Dieser zeigt sich durch rote, heiße Haut ohne Schweiß, erhöhte Körpertemperatur und starke Kopfschmerzen. Ein Hitzschlag kann lebensbedrohlich werden. Im Zweifel sollte schnellstmöglich der Notdienst unter 112 gerufen werden.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter aok.de/pk/magazin/familie/ in der Rubrik „Babys & Kleinkind“.

Quelle: AOK