Bei der NRW Innovation Tour 2026 informierte sich Wirtschaftsministerin Mona Neubaur in Detmold über die Zusammenarbeit von Weidmüller und TH OWL bei industriellen Gleichstromnetzen.
Detmold. Gleichstromtechnologie in OWL stand im Mittelpunkt eines Besuchs von NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur bei der Weidmüller-Gruppe in Detmold. Im Rahmen der NRW Innovation Tour 2026 informierte sich die stellvertretende Ministerpräsidentin am 29. Mai 2026 über die enge Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Wissenschaft.

BU: Mona Neubaur, Stellvertretende Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin von NRW (5. von rechts), informierte sich bei Vertreterinnen und Vertretern der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe (TH OWL) und des Elektrotechnikunternehmens Weidmüller über aktuelle Entwicklungen im Bereich Gleichstromtechnologien: (v. l. n. r.) Dr. Johann Austermann (Fachexperte für Gleichstrom Weidmüller), Dr. Sebastian Durst (Vorstandsvorsitzender Weidmüller), Prof. Dr. Holger Borcherding (Professor für Leistungselektronik und Elektrische Antriebe TH OWL), Günter Weigel (Wirtschaftsförderung Kreis Lippe), Prof. Dr. Stefan Witte (Vizepräsident für Forschung und Transfer TH OWL), Markus Köster (Vice President Standard & Tech. Development Weidmüller), Patrick Spanier (Transfermanager TH OWL), Jens Cramer (Leiter der Weidmüller-Ausbildung), Olaf Grünberg (Projektleiter DC Weidmüller), Dr. Timo Berger (Technologievorstand Weidmüller), Slavi Warkentin (Leiter DC-INDUSTRIE Transferzentrum TH OWL). Foto © Weidmüller Unternehmenskommunikation
Vertreterinnen und Vertreter der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe (TH OWL) und des Elektrotechnikunternehmens Weidmüller stellten der Ministerin im DC Innovation Hub der Weidmüller Akademie aktuelle Entwicklungen im Bereich Gleichstromtechnologien vor. DC steht für Direct Current, also Gleichstrom. Die Technologie gilt als wichtiger Baustein für die industrielle Transformation und eine nachhaltige Energieversorgung.
Im Fokus des Besuchs stand das Innovationsprojekt DCI4CHARGE, das Weidmüller gemeinsam mit der TH OWL und einem Konsortium erfolgreich abgeschlossen hat. Das Forschungsprojekt beschäftigte sich mit der Integration von Ladeinfrastruktur und bidirektionalem Laden in industrielle Gleichstromnetze.
Ziel der fortlaufenden Kooperation ist es, neue Technologien und Komponenten zu entwickeln und Forschungsergebnisse frühzeitig in industrielle Anwendungen zu überführen.

BU: Im DC Innovation Hub der Weidmüller Akademie: (v.l.n.r.) Dr. Timo Berger (Technologievorstand Weidmüller), Dr. Johann Austermann (Fachexperte für Gleichstrom Weidmüller), Dr. Sebastian Durst (Vorstandsvorsitzender Weidmüller), Mona Neubaur (Stellvertretende Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin von NRW), Prof. Dr. Stefan Witte (Vizepräsident für Forschung und Transfer TH OWL), Prof. Dr. Holger Borcherding (Professor für Leistungselektronik und Elektrische Antriebe TH OWL), Günter Weigel (Wirtschaftsförderung Kreis Lippe). Foto © Weidmüller Unternehmenskommunikation
Mona Neubaur, stellvertretende Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin, sagte: „Kleine und mittlere Unternehmen sind nicht nur das vielbeschworene Rückgrat unserer Wirtschaft – sie sind es, die den Wandel in der Praxis umsetzen. Was ich heute in Emsdetten, Herzebrock-Clarholz und Detmold sehe, zeigt: Aus regionaler Innovationskraft und starken Hochschulpartnerschaften entsteht internationale Wettbewerbsfähigkeit. So sichern wir Beschäftigung, Wertschöpfung und Fortschritt in unseren Regionen und genau dafür schaffen wir als Landesregierung die Rahmenbedingungen.“
„Gemeinsam mit der TH OWL entwickeln wir seit vielen Jahren Lösungen für Gleichspannungsnetze weiter“, betonte Dr. Sebastian Durst, Vorstandsvorsitzender der Weidmüller-Gruppe. „Der enge Schulterschluss zwischen Industrie und Wissenschaft ist entscheidend, um Innovationen schnell in die Anwendung und Skalierung zu bringen.“
Auch seitens der Wissenschaft wurde die Bedeutung der Zusammenarbeit hervorgehoben. „DC-Netze ermöglichen neue energieeffiziente, hochverfügbare, wandelbare und damit zukunftsfähige Konzepte für eine intelligente Energieversorgung in der Industrie. In OWL bringen wir Innovation und Anwendung sehr erfolgreich zusammen“, erklärte Prof. Dr. Stefan Witte, Vizepräsident für Forschung und Transfer an der TH OWL.
Während eines gemeinsamen Rundgangs durch die Forschungs- und Entwicklungsinfrastrukturen im DC Innovation Hub erhielt die Ministerin Einblicke in konkrete Anwendungsbeispiele und laufende Projekte. Mit dem Hub schafft Weidmüller eine zentrale Plattform, auf der Akteurinnen und Akteure rund um Gleichstromnetze zusammenkommen – von Forschung, Ausbildung, Instandhaltung und Entwicklung bis zur praktischen Anwendung beim Kunden.
Im Fokus stehen Planung, Projektierung und Umsetzung ganzheitlicher DC-Netze. Ziel ist es, Anwendern und Kunden eine fundierte Orientierung für DC-Applikationen zu bieten. Ergänzend stellt das DC-Transferzentrum der TH OWL eine Infrastruktur für den Test von Hardwarekomponenten, für Schulungen und Workshops sowie für die Einbindung in die Lehre durch Versuche und Praktika bereit.
Damit kann Wissenstransfer sowohl für den Ingenieurnachwuchs der TH OWL als auch für die gesamte Industrie in OWL und darüber hinaus erfolgen. Ergänzt wurde der Termin durch einen intensiven Austausch mit Projektbeteiligten aus Industrie und Hochschule.
Der Besuch unterstreicht die Bedeutung regionaler Innovationsnetzwerke für die Zukunftsfähigkeit der Industrie in Nordrhein-Westfalen. Die enge Verzahnung von Wirtschaft und Wissenschaft gilt dabei als zentraler Erfolgsfaktor, um technologische Entwicklungen schnell in marktfähige Lösungen zu überführen.





