Bilster Berg Drive Resort

Bad Driburg. Im Herzen Deutschlands entsteht auf einem 84 Hektar großen ehemaligen Munitionsdepot der NATO Rheinarmee eine Aufsehen erregende Test- und Präsentationsstrecke. Ideengeber des Bilster Berg Drive Resorts ist Marcus Graf von Oeynhausen-Sierstorpff (50), Geschäftsführender Gesellschafter der gleichnamigen Unternehmensgruppe aus Bad Driburg. Unter besonderer Berücksichtigung des Testbedarfs der Automobilindustrie wurde im landschaftlich reizvollen Teutoburger Wald eine Anlage konzeptioniert, deren Herzstück ein 4,2 Kilometer langer, selektiver Natur-Rundkurs ist. Das Gesamt-Investitionsvolumen von 34 Millionen Euro rekrutiert sich zum weitaus größten Teil aus
privaten Investitionen – vier Millionen Euro davon sind Fremdkapital, welches in kurzer Zeit vollständig zurück geführt wird. Öffentliche Gelderwerden nicht in Anspruch genommen.
„Deutschland gilt nach wie vor als die führende Automobil-Nation – sowohl was Forschung und Entwicklung der Industrie angeht, als auch bezogen auf die Identifikation der Kunden mit Ihrem Fahrzeug und die damit einhergehende emotionale Bindung zum Automobil“ skizziert Marcus Graf von Oeynhausen-Sierstorpff, der Geschäftsführende Gesellschafter der in Bad Driburgansässigen Unternehmensgruppe Graf von Oeynhausen-Sierstorpff. „Um diesen Status aufrechterhalten oder gar ausbauen zu können, werden die entsprechenden Testgelände in möglichst zentraler Lage und besonderem Umfeld benötigt. Und genau hier sehen wir die Nische für unser Projekt.“
Nachfrage übersteigt Angebot – die Nische des Bilster Berges Die Automobilindustrie, aber auch Automobilenthusiasten sowie Anbieter gezielter Fahr- und Perfektionstrainings sowohl für den privaten Bereich als auch zugeschnitten auf die Bedürfnisse etwa von Personenschützern und Sondereinsatzkommandos, melden stetig steigenden Bedarf an geeigneten Teststrecken an. Darüber hinaus gewinnt auch die Verkehrsmedizin und -psychologie bezüglich der Wiedereingliederung von Unfallopfern in den Straßenverkehr nach traumatisierenden Unfällen zunehmend an
Bedeutung. Dem steht jedoch eine das Angebot an geeigneten Geländen übersteigende Nachfrage gegenüber, sprich: Die heute existierenden Einrichtungen können die angefragten Streckenzeiten nicht anbieten.

Die vielfach nutzbare Anlage des Bilster Berges greift diesen Umstand gezielt auf und weist mit seinerzentralen Lage und bestehenden Infrastruktur handfeste Vorteile auf. Nur 35 Kilometer entfernt liegt der Flughafen Paderborn, etwa acht Kilometer beträgt die Entfernung zum nächsten ICE-Bahnhof und von Metropolen wie Köln, Düsseldorf, Frankfurt am Main sowie Hamburg ist der Bilster Berg in nur 1,5 bis 2,5 Autostunden
erreichbar. Erster Rundkurs in den alten Bundesländern seit 1932, flexible Nutzung Herzstück des 84 Hektar großen Bilster Berg Drive Resorts ist ein 4,2 Kilometer langer, anspruchsvoller Rundkurs, dem etwa 70 zu überwindende Höhenmeter und anspruchsvolle Streckenabschnitte à la
Nürburgring-Nordschleife den typischen Charakter großer Naturstrecken verleihen. Die Strecke, deren 1,8 km lange West- sowie die 2,4 km messende Ostschleife auch unabhängig voneinander betrieben werden können, wird mit Inbetriebnahme im dritten Quartal 2012 der erste permanente Rundkurs in den alten Bundesländern seit der Eröffnung des Hockenheimrings im Jahre 1932 sein. Hinzu kommen zwei auf SUV
abgestimmte Off-Road-Parcours und eine 200 Meter lange Fahrdynamikfläche, auf der sogar Regelsysteme wie ESP abgestimmt und weiterentwickelt werden können. Zudem stehen großzügige Freiflächen für Produktpräsentationen etwa im Rahmen von Fahrvorstellungen für den Kfz-Handel, die Fachmedien oder auch Endkunden zur Verfügung. Weiteres Ausbaupotential bietet die Möglichkeit, ein etwa 30.000m² großes
Forschungs- und Entwicklungszentrum errichten zu können.
„Nirgendwo wird so intensiv und zukunftsorientiert an der Weiterentwicklung des Automobils geforscht, wie in Deutschland. Deshalb haben wir in Zusammenarbeitmit der Industrie die Testangebote des Bilster Berges bedarfsspezifisch für diese Bedürfnisse konzeptioniert“, erläutert Hans-Jürgen von Glasenapp (38), Geschäftsführer und Projektentwickler der Bilster Berg Drive Resort GmbH & Co. KG. „Entscheidend war aber auch, dass das Gelände aufgrund seiner exponierten Topografie von außen nicht einsehbar ist und wir pro Hauptsaison von Anfang März bis Ende Oktober 245 Nutzungstage anbieten können, zuzüglich der Nutzung verschiedener Module in der Nebensaison. Genauso wichtig sind uns auch die Bedürfnisse der Automobil-Enthusiasten sowie spezieller Kunden- und Berufsgruppen und die Möglichkeit, ihnen die Perfektion im Umgang mit dem Automobil abseits öffentlicher Straßen vermitteln zu können.“ Ist die Anlage ausgebucht, können sieben Kundengruppen unabhängig voneinander operieren.

Starkes Experten-Team hinter dem Bilster Berg
Die Konzeption der hochwertigen Test- und Präsentationsanlage Bilster Berg obliegt dem weltweit führenden Streckenarchitekten Hermann Tilke (55) aus Aachen, dessen Büro Tilke GmbH & Co. KG für das Layout zahlreicher aktueller Formel 1-Rennstrecken verantwortlich zeichnet. Ebenso viel Benzin im Blut wie der noch bis 2009 aktive Motorsportler Tilke weist auch der Grevenbroicher Architekt Andreas Middendorf (51) auf.
Der Assoziierte Partner des renommierten Düsseldorfer Büros Rhode Kellermann Wawrowski Architektur und Städtebau ist ebenfalls im Rennsport aktiv und zeichnet für die Konzeption der Gebäude verantwortlich. Während Tilke sich begeistert darüber zeigt, dass die Streckenführung des Gesamtkurses das Flair berühmter Natur-Rennstrecken wie Nürburgring-Nordschleife undSpa-Francorchamps aufnimmt, lobt Middendorf „den
monolithischen Charakter der bereits bestehenden Gebäude. Sie werden verfeinert und durch neue Gebäude wie das Teststreckenzentrum, das Clubhaus oder auchdas Welcome-Center ergänzt, deren Leichtigkeit die Einzigartigkeit der Anlage unterstützt.“
Der mehrfache Rallye-Weltmeister Walter Röhrl (64) aus Sankt Englmar im Bayrischen Wald, hat sich aufgrund seines effizienten Fahrstils und seiner schier grenzenlosen Fähigkeit der Fahrzeugbeherrschung einen Namen gemacht. Der von Journalisten zum besten Rallye-Fahrer aller Zeiten gewählte Ausnahmepilot berät das Projektteam des Bilster Berges als Experte und ist „begeistert ob der unverwechselbaren Streckenführung und der durchdachten Gesamtkonzeption des Fahrtechnik-Zentrums.“

Finanzierung ausschließlich durch private Investitionen
Das Gesamt-Investitionsvolumen des Bilster Berges beträgt 34 Millionen Euro. „Wir sind sehr stolz darauf, keinerlei öffentliche Mittel zu verwenden. Unsere Finanzierung basiert rein auf privaten Investitionen, wobei wir die Zahl der Investoren bewusst klein halten“, erläutert Graf Oeynhausen. „Das hat sicher etwas von einer Limited Edition, soll aber auch der klaren Ausrichtung und Übersichtlichkeit der Planung dienen. Allen Beteiligten muss das Besondere unseres Vorhabens klar sein: Dieses Projekt vereint wie kaum ein anderes Herz, Verstand und Verantwortung. Natürlich schlägtuns allen der Puls höher, wenn wir den Sound eines hochdrehenden 12-Zylinders hören, doch verfolgen wir auch wirtschaftliche Interessen, was die Auslastung der Anlage und die Rendite-Entwicklung für die Investoren angeht.“
Dennoch rechnet die Gesellschaft mit einem herausragendes Preis-Leistungs-Verhältnis etwa bei der Streckenmiete, welche unterhalb derer vergleichbarer Kurse liegen wird. „Dies gelingt uns durch unsere Unabhängigkeit von etwaigen Verbänden, so dass wir uns letztlich wirklich auf unsere Nutzer – die Investoren sowie die Kunden aus Industrie und Fahrtraining-Anbietern – konzentrieren können. Wir verfolgen am Bilster
Berg kein Konzept des Gigantismus, sondern wollen gezielte, vergleichsweise kleine, aber feine Events anbieten. Außerdem bin ich als Unternehmer aus Bad Driburg der Region verbunden. Hotellerie, Gastronomie aber auch der Einzelhandel profitieren teilweise schon jetzt von der Wirtschaftskraft, die die Kunden des Bilster Berges hierher bringen.“