Storck-Erweiterung: Waldbesetzung die passende Antwort auf das Versagen der Haller Politik

Gloria Strothmann, stellv. Sprecherin der Gruppe DIE LINKE im Kreistag und Aktivisten der Basisgruppe Halle der LINKEN bei einer Aktion in Halle. Foto: DIE LINKE Kreisverband Gütersloh

Gloria Strothmann, stellv. Sprecherin der Gruppe DIE LINKE im Kreistag und Aktivisten der Basisgruppe Halle der LINKEN bei einer Aktion in Halle. Foto: DIE LINKE Gütersloh

Halle. Seit dem vergangenen Sonntag ist der Steinhausener Wald in Halle besetzt. Damit soll die Zerstörung von 22 Hektar eines gesunden Misch- und Laubwalds durch die Erweiterung des Storck-Werkes verhindert werden. Zuvor hatten sich die Haller Fraktionen gegen eine nachhaltige Politik entschieden und gefangen im scheinbaren Dilemma zwischen Naturschutz und Zukunftsfähigkeit einerseits und der Angst vor fehlenden Arbeitsplätzen und ausbleibenden Steuereinnahmen andererseits für die Expansion des Konzerns gestimmt. Für den Kreisverband DIE LINKE. Gütersloh ein weiterer Beweis dafür, dass eine konsequente Umwelt- und Klimapolitik nicht möglich ist, solange die Wirtschaft eine demokratiefreie Zone ist und die Macht nicht bei den Parlamenten, sondern bei den Konzernen und Oligarchen liegt.

Dazu Uschi Kappeler, Sprecherin des Kreisverbandes DIE LINKE. Gütersloh: „Wir begrüßen und unterstützen die Besetzung des Waldes. Im Gegensatz zu den Haller Politiker*innen haben die Aktivist*innen von „Fridays for Future“, „Ende Gelände“ und “Extinction Rebellion“ begriffen, dass uns jedes derartige Vorhaben einen Schritt weiter in Richtung Katastrophe bringt. DIE LINKE setzt sich dafür ein, alle laufenden Planungs- und Genehmigungsverfahren für Gewerbegebiete, Straßen und Wohngebiete einer Überprüfung zu unterziehen. Deren sozialen und ökologischen Konsequenzen sollten öffentlich diskutiert werden. Vorhaben, die nachweislich klimaschädlich sind müssen abgelehnt werden.“

Die Bundestagskandidatin der LINKEN im Kreis Gütersloh, Camila Cirlini: „Von der CDU werden Arbeitsplätze und Steuereinnahmen als Gründe für die Zustimmung zur Erweiterung angeführt. Auch die Grünen haben sich zunächst nicht klar und deutlich gegen eine Rodung ausgesprochen und tragen damit die Mitverantwortung für die geplante Abholzung des Waldes. Das ist mehr als enttäuschend. Wir sollten uns fragen, warum die Politik derart erpressbar ist und wissentlich Entscheidungen trifft, die zur Zerstörung der Lebensgrundlagen künftiger Generationen beitragen. Die Konzentration ökonomischer Macht in den Händen Weniger wird nicht dazu führen, dass wir zukunftsfähig und enkeltauglich wirtschaften.“

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