Radtour pro Organspende in Gütersloh: Zeichen für ein zweites Leben

Rund 40 Teilnehmende legen 500 Kilometer zurück und machen gleich zweimal Halt in Gütersloh, um auf die Bedeutung der Organspende aufmerksam zu machen

Gütersloh. Die Radtour pro Organspende in Gütersloh hat in diesem Jahr gleich zweimal Station gemacht und damit ein deutliches Zeichen für die Bedeutung der Organspende gesetzt. Rund 40 Frauen und Männer sind vom 26. Juli bis 1. August 2026 auf einer Strecke von etwa 500 Kilometern unterwegs, um Aufmerksamkeit für ein Thema zu schaffen, das für viele von ihnen lebensentscheidend ist.

Gruppe von Radfahrerinnen und Radfahrern in roten Trikots der Radtour pro Organspende mit Banner bei einem Halt in Gütersloh

Von Dortmund nach Aurich: Knapp 40 Radfahrerinnen und Radfahrer fahren rund 500 Kilometer durch Deutschland. Darunter viele, die eine Organspende erhalten haben. Foto: © Radtour pro Organspende / TransDia Sport Deutschland e.V.

Die Tour führt in sieben Etappen von Dortmund nach Aurich. Am 27. und 28. Juli legten die Teilnehmenden Stopps in Gütersloh ein. Hintergrund ist die enge Zusammenarbeit des Klinikums Gütersloh und des Elisabeth Hospitals mit der Stiftung Organspende sowie Eurotransplant.

Viele der Radfahrerinnen und Radfahrer haben selbst eine Organtransplantation erhalten und verdanken ihr Leben einer Spende. „Wir freuen uns, die Radlerinnen und Radler bei uns begrüßen zu können und mit dieser tollen Aktion auf das wichtige Thema Organspende aufmerksam zu machen“, sagt Maud Beste, Geschäftsführerin im Klinikum Gütersloh.

Wichtige Rolle der Krankenhäuser

Das Klinikum Gütersloh und das Elisabeth-Hospital sind sogenannte Entnahme-Krankenhäuser. Wird ein potenzieller Organspender identifiziert oder ist ein Hirntod absehbar, wird die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) informiert. Spezialteams übernehmen anschließend die Entnahme der Organe, die per Eilkurier oder Spezialflugzeug in Transplantationszentren gebracht werden.

„Die Krankenhäuser vor Ort und die Expertise ihrer Ärztinnen und Ärzte sind ein entscheidender Faktor für das Gelingen der Organtransplantation“, erklärt Gabriele Gregor von der DSO.

Sport als Zeichen der Dankbarkeit

Die Teilnehmenden, darunter auch Dialysepatienten, möchten mit der Tour ihre Dankbarkeit ausdrücken und zugleich auf die schwierige Situation vieler Wartender aufmerksam machen. Stefan Endrich, Mitorganisator der Aktion, lebt seit 28 Jahren mit einer Spenderniere: „Für mich und alle anderen Mitfahrer ist diese Radtour absolut nicht selbstverständlich. Viele von uns verdanken der Organspende ihr Leben.“

Organisiert wird die Tour vom Verein TransDia Sport Deutschland e.V., der transplantierte Menschen und Dialysepatienten dazu ermutigt, Bewegung als festen Bestandteil ihres Alltags zu nutzen. Unterstützt wird das Engagement auch von der Katholischen Hospitalvereinigung Ostwestfalen. Geschäftsführer Matthias Bitter betont: „Eine Organspende kann Menschen ein zweites Leben schenken. Es ist beeindruckend, was diese Sportlerinnen und Sportler leisten.“