Am Sonntag, 14. Juni, wird im Archäologischen Freilichtmuseum Oerlinghausen die Steinzeit lebendig – mit Vorführungen, Mitmachangeboten und steinzeitlichen Leckereien.

Menschen der Jungsteinzeit treffen auf Menschen der Mittelsteinzeit. Foto: © AFM Oerlinghausen / J.Radtke
Oerlinghausen. Beim Steinzeittag im Archäologischen Freilichtmuseum Oerlinghausen wird am Sonntag, 14. Juni, die Steinzeit lebendig. Steinzeitspezialisten aus ganz Deutschland geben ihr Wissen anschaulich weiter und zeigen, wie Menschen in der Steinzeit lebten, arbeiteten und jagten.
Darüber hinaus wird das umfangreiche museumspädagogische Angebot des Archäologischen Freilichtmuseums präsentiert – vom Speerschleudern über das Bogenschießen bis hin zu Schwirrhölzern und zur Keramikproduktion. Auch der jungsteinzeitliche Kuppelbackofen wird eingeheizt, damit knusprige steinzeitliche Leckereien entstehen können.
Extra aus Tübingen reist Elena Moos an, eine der bekanntesten Steinschlägerinnen überhaupt. Sie demonstriert raffinierte Techniken der Steingeräteherstellung. Wer möchte, kann sich an ihrem Stand selbst im Steinschlagen ausprobieren.
Auch der humorvolle Blick auf die Steinzeit kommt nicht zu kurz: Aus Aachen wird Blumammu erwartet. Er zerlegt unschuldige Stofftiere mit steinzeitlichen Methoden und singt dazu den schamanistischen Evergreen „Fuchs, du hast die Gans gestohlen“.
Ein komplettes eiszeitliches Jagdlager bringt Markus Klek aus Freiburg mit. Wer ihm beim Gerben zuschaut oder dabei hilft, die Jagdbeute zu zerlegen, bekommt einen hautnahen Eindruck von der Steinzeit. Außerdem können Besucherinnen und Besucher mit Steinklingen Häute schaben oder Knochen bearbeiten.
Archäologisch hat der Teutoburger Wald zur Steinzeit mehr zu bieten als zur Varusschlacht. Er war ein ideales Siedlungsgebiet für Jäger und Sammler. Denn im Rahmen eines Verdauungsspaziergangs konnten sie drei völlig unterschiedliche Naturräume durchqueren – von der Senne über den Teutoburger Wald bis zu den fruchtbaren Gebieten im Norden.
Mit vergleichsweise wenig Arbeitsaufwand ließen sich so unterschiedlichste Nahrungsquellen erschließen. Diese besondere Lage erklärt die hohe Dichte steinzeitlicher Fundstellen in der Region.





