Pestmasken, Duftstoffe und medizinischer Aberglaube stehen am 16. August im Mittelpunkt einer Führung für Erwachsene.

Dr. Susanne Hilker zeigt eine Pestmaske, die in der Zeit der Weserrenaissance vor Krankheiten schützen sollte.
© Foto: Weserrenaissance-Museum Schloss Brake/Herrmann
Lemgo. Die Erlebnisführung im Schloss Brake „Bibergeil und Bisamapfel – Heilmittel mit Risiken und Nebenwirkungen“ widmet sich am Sonntag, 16. August 2026, um 15 Uhr historischen Heilmitteln und medizinischen Vorstellungen aus der Zeit der Weserrenaissance.
Im Mittelpunkt stehen Fragen zur Körperpflege und zum Umgang mit Gerüchen vor rund 400 Jahren. Duftstoffe wie Ambra und Moschus wurden in sogenannten Bisamäpfeln aufbewahrt. Sie sollten nicht nur unangenehme Gerüche überdecken, sondern nach damaliger Vorstellung auch vor Pest und Cholera schützen.
Die Führung greift außerdem die geringe Lebenserwartung, die hohe Kindersterblichkeit und den medizinischen Aberglauben jener Zeit auf. Zu den überlieferten Heilungsversuchen gehörten der Verzehr von Schornsteinruß oder der Asche verbrannter Schuhsohlen. Zur Fiebersenkung sollte sogar das Blut einer schwarzen Katze auf einem Stück Brot verzehrt werden.
Während der einstündigen Erlebnisführung im Schloss Brake erfahren die Teilnehmenden, wie solche Vorstellungen entstanden und wann sich das medizinische Wissen weiterentwickelte. Der Rundgang führt durch die Dauerausstellung des Weserrenaissance-Museums Schloss Brake.
Der Eintritt kostet 8 Euro für Erwachsene. Um vorherige Anmeldung wird gebeten per E-Mail an kasse@museum-schloss-brake.de oder telefonisch unter 05261/2502190.





