Abbrucharbeiten an der seit Juni gesperrten Bonner Brücke sollen bis Ende 2026 abgeschlossen sein

Luftaufnahme der A 565-Vorlandbrücke in Bonn mit Rhein, Stadtgebiet und angrenzenden Verkehrswegen. Foto: Hagedorn Unternehmensgruppe
Bonn. Den Rückbau der A 565-Vorlandbrücke in Bonn hat die Hagedorn Unternehmensgruppe im Auftrag der Autobahn GmbH des Bundes, Niederlassung Rheinland, übernommen. Die linksrheinische Vorlandbrücke ist seit dem 3. Juni 2026 gesperrt, nachdem bei einer Prüfung akute Schäden an dem fast 60 Jahre alten Bauwerk festgestellt worden waren. Der Abbruch soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein.
Die A 565 ist Teil des äußeren Bonner Autobahnrings, verbindet die Autobahnen A 59 und A 61 und wird täglich von mehr als 100.000 Fahrzeugen genutzt. Die betroffene Vorlandbrücke wurde 1967 errichtet. Sie ist rund 660 Meter lang und umfasst zusammen mit den angrenzenden Rampenbauwerken eine Brückenfläche von mehr als 25.000 Quadratmetern.
Der Abbruch ist Bestandteil des Bundesprojekts zum Neubau der Rheinbrücke, der Friedrich-Ebert-Brücke, zwischen dem Autobahnkreuz Bonn-Nord und der Anschlussstelle Bonn-Beuel. Nach der Feststellung der Schäden ist eine Instandsetzung des bestehenden Bauwerks nach Angaben der Projektbeteiligten nicht mehr möglich. Deshalb wurde der vollständige Rückbau mit anschließendem Ersatzneubau beschlossen.
Abbruch in 14 Rückbauschritten
Der Rückbau der A 565-Vorlandbrücke erfolgt in insgesamt 14 Schritten. Die Arbeiten beginnen an beiden Enden des Bauwerks und führen in Richtung des Festlagers in der Brückenmitte. Mit dem Beginn der Abbrucharbeiten im Bereich Herseler Straße und Graurheindorfer Straße wird im August gerechnet. Dieser Bereich soll nach vier Tagen wieder für den Verkehr freigegeben werden.
Hagedorn und die Autobahn GmbH hatten Anwohnerinnen und Anwohner bereits im Vorfeld bei einer Informationsveranstaltung über den geplanten Ablauf unterrichtet.
Abbruchbagger arbeiten unterhalb der Brücke
Der Überbau wird von unten mit Abbruchbaggern zurückgebaut, die mit Zangen und Pulverisierern ausgestattet sind. Um die Lärmbelastung im dicht besiedelten Umfeld zu begrenzen, soll überwiegend eine Abbruchzange eingesetzt werden. Der Stemmhammer kommt nach Angaben des Unternehmens nur zum Einsatz, wenn dies technisch erforderlich ist.
Herabfallende Bauteile werden durch ein Sandbett aufgefangen. Im Bereich der Gleisanlagen der Stadtbahn kommen zusätzlich Baggermatratzen zum Einsatz. Ein Trennschnitt soll den Übergang zu dem weiterhin befahrenen Teil der Brücke sichern. Nach dem Rückbau des Überbaus werden auch die Pfeiler und Widerlager mit Abbruchbaggern von oben nach unten entfernt.
„Der Rückbau der Vorlandbrücke mitten im dicht besiedelten Bonner Stadtgebiet stellt hohe Anforderungen an Technik, Planung und Ausführung. Unsere Erfahrung aus zahlreichen vergleichbaren Infrastrukturprojekten bildet dafür eine verlässliche Grundlage“, sagt Anton Bartel, Projektleiter bei Hagedorn.
Unternehmensgruppe mit Sitz in Gütersloh
Die Hagedorn Unternehmensgruppe wurde 1997 von Thomas Hagedorn gegründet und hat ihren Sitz in Gütersloh. Die Gruppe beschäftigt nach eigenen Angaben mehr als 2.300 Mitarbeitende und umfasst über 30 Gesellschaften. Zu ihren Tätigkeitsfeldern gehören Rückbau, Entsorgung, Recycling, Tiefbau, Schwerlastlogistik, Flächenrevitalisierung und Digitalisierung.





