Denkmal-Ausstellung Schloss Brake: Letzte Chance für „Liebe oder Last?!“

Bis zum 5. Juli zeigt das Weserrenaissance-Museum Schloss Brake die Mitmachausstellung „Liebe oder Last?! Baustelle Denkmal“ – mit Vorträgen, Führungen und Angeboten für Kinder.

Lemgo. Die Denkmal-Ausstellung Schloss Brake geht in den Endspurt: Noch bis Sonntag, 5. Juli, können Interessierte die beliebte Sonderausstellung „Liebe oder Last?! Baustelle Denkmal“ der Deutschen Stiftung Denkmalschutz im Weserrenaissance-Museum Schloss Brake besuchen. Geöffnet ist die Ausstellung dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr.

Ortskurator-Frank-Budde-zwischen-den-Denkmalen. Foto © Weserrenaissance-Museum Schloss Brake

Ortskurator-Frank-Budde-zwischen-den-Denkmalen. Foto © Weserrenaissance-Museum Schloss Brake

Hansehof-Front Foto © Weserrenaissance-Museum Schloss Brake

Hansehof-Front Foto © Weserrenaissance-Museum Schloss Brake

Bis zum Ende des Ausstellungszeitraums bietet das Museum noch drei Vorträge an. Am Donnerstag, 11. Juni, spricht der Historiker Heinrich Stiewe ab 18 Uhr über die fachgerechte Sanierung eines Blomberger Fachwerkhauses. Am Freitag, 19. Juni, hält Prof. Dr.-Ing. Birgit Franz um 17 Uhr einen Vortrag zum Thema „Baudenkmale klug transformieren“. Um die „Revitalisierung des Hanse Hofs“ geht es am Donnerstag, 2. Juli. Ab 18 Uhr spricht der Referent Guido Kramp über neues Leben im Denkmal.

Darüber hinaus stehen zwei öffentliche und kostenfreie Führungen auf dem Programm: am Sonntag, 14. Juni, und am Sonntag, 27. Juni, jeweils um 11 Uhr.

Passend zur Sonderausstellung hat das Weserrenaissance-Museum Schloss Brake zudem zwei museumspädagogische Mitmach-Programme entwickelt. Zahlreiche Kindergärten und Grundschulen haben bereits am Angebot „SCHAUmal, DENKmal, MACHmal“ teilgenommen. Nach einem kurzweiligen Rundgang durch die Ausstellung dürfen die Kinder selbst ein zuckersüßes Denkmal aus Keksen bauen oder einen Fröbelturm errichten.

Bei allen Programmen wird um vorherige Anmeldung gebeten unter 05261/2502190 oder per E-Mail an kasse@museum-schloss-brake.de.

Unabhängig von den verschiedenen Angeboten kann die Sonderausstellung auch auf eigene Faust erkundet werden. Die mehrfach ausgezeichnete Mitmachausstellung für die ganze Familie widmet sich dem Thema Denkmal aus unterschiedlichen Perspektiven: Für die einen sind Denkmale Heimat, Wahrzeichen und Kulturgenuss. Für andere gelten sie als alt, unbequem oder teuer. Beim Thema Denkmal und Denkmalschutz scheiden sich häufig die Geister.

Die multimediale Ausstellung wirft einen ungewöhnlichen Blick auf das kontroverse Thema Denkmalschutz und gibt Antworten auf Fragen, irrtümliche Annahmen und gängige Vorurteile. In sechs interaktiven Stationen macht sie die „Baustelle Denkmal“ lebendig und anschaulich nachvollziehbar. Dabei wird erklärt, wie ein Denkmal eigentlich zum Denkmal wird und welchen Gefahren Denkmale ausgesetzt sind.

Außerdem begegnen die Besucherinnen und Besucher per Video Denkmaleigentümern sowie Werkstätten von Handwerkern. Viele ungewöhnliche Denkmalschutz-Tatsachen und Aktionen zum Selbstentdecken warten auf das Publikum. Dabei können die Gäste sogar selbst zum fiktiven Sprengmeister werden.

„Darüber hinaus stellen wir äußerst spannende historische Aufnahmen vom Schloss Brake aus der Zeit zwischen 1900 und 1924 aus“, betont Museumsleiterin Silvia Herrmann. Die Schwarz-Weiß-Fotos stammen aus dem Stadtarchiv Lemgo. Im zweiten Ausstellungsraum sind außerdem eindrucksvolle Farbfotos zahlreicher Denkmale des Landesverbandes Lippe zu sehen. Dazu zählen unter anderem das Hermannsdenkmal, die Externsteine, das Landestheater Detmold und viele weitere Gebäude.

Weserrenaissance-Museum Schloss Brake, Lemgo