Führungskräfte entwickeln in der Smart Factory OWL konkrete Einsatzmöglichkeiten für Künstliche Intelligenz
Detmold/Lemgo. Die Wortmann Gruppe baut die Kenntnisse ihrer Führungskräfte im Umgang mit Künstlicher Intelligenz aus. Dazu veranstaltete das Detmolder Familienunternehmen einen ganztägigen Workshop in der Smart Factory OWL in Lemgo. Ergänzend konnten Beschäftigte bei einer unternehmensweiten KI-Challenge eigene Vorschläge zur Verbesserung von Arbeitsabläufen einreichen.

Führungskräfte der Wortmann Gruppe und Referenten des KI-Workshops in der Smart Factory OWL in Lemgo – gemeinsam mit dem Roboter namens Karl als Symbol für die Industrie 4.0-Umgebung. Foto © Wortmann KG
Führungskräfte aus verschiedenen Unternehmensbereichen beschäftigten sich während des Workshops mit der Frage, wie digitale Technologien und KI im Unternehmen eingesetzt werden können. Im Mittelpunkt standen konkrete Möglichkeiten, Prozesse weiterzuentwickeln und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens sowie der Wirtschaftsregion Ostwestfalen-Lippe zu unterstützen.
KI-Ideen aus den Unternehmensbereichen
Am Vormittag erhielten die Teilnehmenden eine Führung durch die Smart Factory OWL und hörten mehrere Impulsvorträge zum Einsatz Künstlicher Intelligenz. Am Nachmittag stellten die Führungskräfte ihre eigenen KI-Visionen und Ansätze für die jeweiligen Unternehmensbereiche vor. Daraus sollen konkrete Anwendungsfelder und gemeinsame Projekte für die weitere Umsetzung entstehen.
Parallel dazu rief die Wortmann Gruppe eine interne KI-Challenge ins Leben. Mitarbeitende konnten Ideen einreichen, wie sich Prozesse mithilfe Künstlicher Intelligenz optimieren lassen. Eine interne Jury bewertet die Vorschläge. Die drei besten Ideen sollen mit einem Preisgeld ausgezeichnet werden. Die Einreichungsphase ist abgeschlossen, die Gewinner sollen in den kommenden Wochen bekannt gegeben werden.
Zusammenarbeit mit regionaler Forschung
Die Smart Factory OWL ist das Reallabor des Fraunhofer IOSB-INA und eine gemeinsame Forschungs- und Demonstrationsplattform mit der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe. In der Lemgoer Industrie-4.0-Fabrik werden wissenschaftliche Erkenntnisse aus industrieller Automation und Künstlicher Intelligenz mit praktischen Anwendungen verbunden. Nach Angaben der Einrichtung informieren sich dort jährlich rund 5.000 Besucherinnen und Besucher aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft.
„Ein zukunftsfähiges Unternehmen muss Künstliche Intelligenz implementieren und gleichzeitig seine Mitarbeitenden auf diese Reise mitnehmen“, erklärte Jens Beining, CEO und geschäftsführender Gesellschafter der Wortmann Gruppe. Mit dem Workshop und der KI-Challenge wolle das Unternehmen Führungskräfte und Beschäftigte für die Möglichkeiten der Technologie sensibilisieren und konkrete Projekte anstoßen.
Astrid Alteheld, Referentin des Direktoriums des Fraunhofer IOSB-INA, betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen. Mittelständische Familienunternehmen wie Wortmann spielten eine zentrale Rolle für den Arbeitsmarkt in Ostwestfalen-Lippe. KI-Anwendungen könnten nach ihrer Einschätzung dazu beitragen, Abläufe effizienter und zugleich menschengerechter zu gestalten.
Die Wortmann Gruppe
Die in Detmold ansässige Wortmann Gruppe ist vor allem durch die Schuhmarke Tamaris bekannt. Nach Unternehmensangaben werden die Kollektionen in mehr als 70 Ländern und über 10.000 Schuhgeschäften angeboten. Zur Gruppe gehören außerdem die Marken Marco Tozzi, Caprice, Peter Kaiser und Jana sowie die Novi Footwear International Co. Ltd. in Hongkong. International beschäftigt die Unternehmensgruppe knapp 1.000 Mitarbeitende. Weltweit produzieren rund 25.000 Arbeitskräfte für das Unternehmen.





