Nach fast 10 Jahren: Das „Geheimnis Großer Berg“ ist endlich gelüftet

Naturnahes Ausflugsziel auf ehemaliger Deponie eröffnet

Fleißig suchte Nele mit Vater Matthias Rittershaus und Mutter Marie Rittershaus aus Steinhagen auf der ehemaligen Deponie in Halle-Künsebeck nach Fossilien. Fotoquelle: GEG

Fleißig suchte Nele mit Vater Matthias Rittershaus und Mutter Marie Rittershaus aus Steinhagen auf der ehemaligen Deponie in Halle-Künsebeck nach Fossilien. Fotoquelle: GEG

Halle (Westf.). Das Warten hat ein Ende: Das „Geheimnis Großer Berg“ ist endlich gelüftet.  Fast zehn Jahre nach den ersten Workshops, in denen das Konzept für den großen Berg erstellt wurde. Wo bis 1999 etwa 1,7 Millionen Kubikmeter Abfälle aus dem Kreis Gütersloh abgelagert wurden, dürfen Besucherinnen und Besucher jetzt Natur hautnah erleben. Am Sonntag wurde das Ausflugsziel auf der ehemaligen Deponie der GEG, Gesellschaft zur Entsorgung von Abfällen Kreis Gütersloh mbH, an der Kalkstraße in Halle-Künsebeck unter Beteiligung geladener Gäste sowie zahlreicher weiterer Besucherinnen und Besucher offiziell eröffnet.

„Eine ehemalige Mülldeponie wird zum Park! Damit wird der Große Berg zum Ausflugsziel. Die Deponie wurde abgedichtet und rekultiviert. Nun können Familien, Schulklassen und alle Interessierten dort spazieren und wandern“, erklärte Landrat Sven-Georg Adenauer bei der offiziellen Eröffnung. Er lobte die gute Zusammenarbeit des Kreises Gütersloh mit der GEG und der Stadt Halle. Halles Bürgermeister Thomas Tappe zeigte sich begeistert von der Umsetzung und betonte, dass das Naherholungsgebiet die Attraktivität der Stadt steigere. „Es ist ein tolles Angebot zur Umweltbildung hier vor Ort“, sagte er. Im Anschluss betonte GEG-Geschäftsführer Thomas Grundmann, dass man mit diesem Projekt insbesondere auch den Künsebeckern etwas zurückgeben wolle. „Sie haben lange unter der Belastung gelitten, jetzt wird etwas Schönes aus dem ,Großen Berg´.“

Die Mitglieder der Interessengemeinschaft Künsebecker Bürger seien seit dem ersten Workshop im Jahr 2013 eng in die Projektentwicklung eingebunden. „Am heutigen Tag sieht man, dass es ihr Berg ist“, betonte Grundmann. Hartmut Escher, Geschäftsführer von „TERRA.vita“, machte die Besucherinnen und Besucher neugierig darauf, die ehemalige Deponie auf eigene Faust zu erkunden: „Der ,Große Berg´ ist eines von insgesamt 35 Ausflugszielen in unserem Natur- und Geopark. Dass hier ganz viel Geologie im Spiel ist, werden Sie bei einem Rundgang schnell feststellen, denn hier vor Ort ist ganz viel passiert“, erklärte er.

Die Besucherinnen und Besucher ließen sich die Chance nicht entgehen, den „Großen Berg“ zu erkunden und an den insgesamt acht Stationen Geschichte hautnah zu erleben. Die jungen Gäste nutzen Hammer und Meißel aus den Forscherrucksäcken zur Suche nach Fossilien. Außerdem hatten sie am Umweltbildungsmobil der GEG Gelegenheit, spielerisch ihr Wissen rund um das Thema Abfall- und Kreislaufwirtschaft auf den Prüfstand zu stellen. Eine Pause gönnten sich Groß und Klein am Stand der IGKB, die Kaffee, Kuchen sowie Kaltgetränke anbot. Die Gruppe hat 50 gespendete, selbstgebackene Kuchen verkauft.