Die Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) forciert ihre Aktivitäten zum Abbau bürokratischer Belastungen.

Übergabe im Bundestag in Berlin (von links): IHK-Präsident Jörn Wahl-Schwentker und IHK-Hauptgeschäftsführerin Petra Pigerl-Radtke überreichen das IHK-Standpunktepapier zum Bürokratieabbau an CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann. Foto: IHK Ostwestfalen
Bielefeld. Mit ihrem „Standpunkte-papier Bürokratie“ wendet sich die IHK jetzt an ostwestfälische Europa-, Bundestags- und Landtagsabgeordnete, an Landräte, Oberbürgermeisterin, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie an die Regierungspräsidentin. Ziel ist es, den Bürokratieabbau in den kommenden Monaten verstärkt zum Thema politischer Gespräche auf allen Ebenen zu machen.
„Bürokratie ist für viele Unternehmen eines der beherrschenden Themen, ein zentraler Wettbewerbsfaktor und zunehmend ein Investitionshemmnis“, betont IHK‑Präsident Jörn Wahl‑Schwentker. „Wir wollen nicht bei grundsätzlichen Appellen stehen bleiben, sondern konkrete Ansatzpunkte liefern, wo Bürokratie abgebaut, Verfahren vereinfacht und Verwaltung schneller werden kann.“
Das Standpunktepapier bündelt Rückmeldungen aus der ostwestfälischen Wirtschaft und benennt praxisnahe Handlungsfelder – von Dokumentations- und Meldepflichten über Genehmigungsverfahren bis hin zu digital noch nicht durchgängigen Verwaltungsprozessen. Die IHK versteht das Papier ausdrücklich als Einladung zum Dialog. Es beschreibt konkrete Belastungen aus dem Unternehmensalltag, unterlegt diese mit Umfrageergebnissen und zeigt zugleich auf, wo kurzfristige Entlastungen („Quick Wins“) sowie strukturelle Verbesserungen möglich sind. Ergänzt wird dies durch konkrete Gesprächs‑ und Unterstützungsangebote an Politik und Verwaltung.
„Wir werden in den kommenden Wochen und Monaten immer wieder den Dialog suchen – mit Mandatsträgern ebenso wie mit Verwaltungen“, erläutert IHK-Hauptgeschäftsführerin Petra Pigerl‑Radtke. „Bürokratieabbau ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Entscheidend ist, dass Vorschriften im Unternehmensalltag praxistauglich sind und den Handlungsspielraum der Betriebe erweitern. Ob das gelingt, lässt sich nur im engen Austausch mit der Wirtschaft selbst klären – diesen Dialog suchen wir ausdrücklich.“
Das Thema hatte die IHK Ostwestfalen bereits bei einer Delegationsreise nach Berlin Mitte April adressiert. Darauf aufbauend will die IHK den Austausch in unterschiedlichen Formaten fortsetzen. Zudem prüft die IHK, wie Politik, Verwaltung und Wirtschaft künftig noch enger miteinander ins Gespräch gebracht werden können. „Unser Anspruch ist es, Bürokratieabbau dauerhaft auf der politischen Agenda zu halten“, so Pigerl-Radtke. „Die Unternehmen erwarten zu Recht messbare Fortschritte – auf EU‑, Bundes‑, Landes‑ und kommunaler Ebene.“
Das Standpunktepapier Bürokratie steht auch auf der Internetseite der IHK Ostwestfalen zum Abruf bereit unter: Standpunktepapier – Bürokratie in Ostwestfalen – IHK Ostwestfalen .





