Gemeinsam Pop- und Rocksongs singen

Paderborn. Ein kostenloser Kulturrucksackchor für 10- bis 14-Jährige geht ab dem 20. Mai neue Wege. „Singen tut einfach gut und in der Gruppe ganz besonders“, meint Chorleiter Volker Kukulenz, der lange Zeit nicht mit seinen Chören proben konnte. Den zunehmend wachsenden Wunsch, dieser Form des Musizierens endlich wieder nachzugehen, konnte Kukulenz auf breiter Ebene feststellen und suchte daher nach Lösungen, um das gemeinsame Singen wieder möglich zu machen.

Volker Kukulenz arbeitet seit einigen Monaten mit der Software Jamulus. Ab dem 20. Mai möchte er im Rahmen des Landesprojektes Kulturrucksack mit einem Chor für junge Menschen starten und mithilfe der Software proben.Foto: © Volker Kukulenz

Volker Kukulenz arbeitet seit einigen Monaten mit der Software Jamulus. Ab dem 20. Mai möchte er im Rahmen des Landesprojektes Kulturrucksack mit einem Chor für junge Menschen starten und mithilfe der Software proben.Foto: © Volker Kukulenz

Über eine Berliner Forschungsstelle für digitales Musizieren stieß er auf Berichte von Chören und Bands weltweit, die mit der Software Jamulus proben. Inzwischen arbeitet Kukulenz seit einigen Monaten selbst erfolgreich mit dieser Plattform. Ab dem 20. Mai möchte er auch mit einem Chor für junge Menschen im Rahmen des Landesprojektes Kulturrucksack starten. Denn, so Kulturrucksackkoordinatorin Susanne Kirchner: „Kinder und Jugendliche leiden ganz besonders unter der Pandemie und das gemeinsame Singen über Jamulus ermöglicht ein Gruppengefühl, das jungen Menschen derzeit so sehr fehlt.“

Mit herkömmlichen Videokonferenzsystemen ist es kaum möglich ein echtes Chor-Erlebnis zu erreichen. Jamulus überträgt zwar lediglich Ton, den allerdings in sehr guter Qualität und
mit kaum merklicher Zeitverzögerung. Alle hören sich gleichzeitig und können so tatsächlich live gemeinsam singen. Einer der Tricks für den Erfolg ist der Verzicht auf jegliche drahtlose Technik. LAN-Kabel, Kopfhörer und Mikrofon sorgen für ultraschnelle Signalwege. Das Singen mit Kopfhörern, aus denen die Stimmen der Mitsingenden schallen, rückt alle Beteiligten sehr nah zusammen. „Die Probe findet zwischen den Ohren statt“, sagt Volker Kukulenz, der auch beim technischen Support für den Kulturrucksackchor behilflich ist. Mit finanzieller Unterstützung durch das Kulturamt der Stadt Paderborn entstehen dabei für die Teilnehmenden keine Kosten. Sobald die Umstände es wieder erlauben, werden die Proben natürlich von der virtuell-digitalen Ebene in die ganz reale Kulturwerkstatt verlegt.

Informationen und Anmeldungen für den Kulturrucksackchor „Move ’n groove“ und viele andere kostenlose Angebote für 10- bis 14-Jährige gibt es unter www.paderborn.de/Kulturrucksack.

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