In der Sundernstraße 143 in Gütersloh sind 18 WG-Plätze für Menschen mit Pflege- und Betreuungsbedarf sowie drei altersgerechte Wohnungen entstanden.
Gütersloh. Mit einem Sommerfest und der nachgeholten offiziellen Eröffnungsfeier ist die Pflege-Wohngemeinschaft Lackhütter-Plaßmann II in der Sundernstraße 143 offiziell als Zuhause für Menschen mit Pflege- und Betreuungsbedarf vorgestellt worden. Der Alltag ist dort bereits eingezogen: Bewohnerinnen und Bewohner füllen das Haus gemeinsam mit den Mitarbeitenden von DeineDiakonie mit Leben.
„Wir kochen hier selbst, hier wird selbst gewaschen, hier findet richtig Alltag statt, wie das in einer Familie ist“, hob Karsten Stüber, Vorstand von DeineDiakonie, beim Sommerfest und der offiziellen Eröffnung hervor. Die Wohngemeinschaft sei aus Sicht von DeineDiakonie ein sehr gutes Konzept für Menschen mit Demenz. Sie ermögliche eine verlässliche Versorgung und könne dazu beitragen, Betroffenen im Alltag Halt zu geben.
Mit der Pflege-Wohngemeinschaft Lackhütter-Plaßmann II eröffnet DeineDiakonie ihre 21. Wohngemeinschaft. An der Feier nahmen neben den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie den Mitarbeitenden von DeineDiakonie auch Henning Matthes, Erster Beigeordneter der Stadt Gütersloh, Pfarrer Frank Schneider, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Gütersloh, sowie die Eheleute Monika Plaßmann und Peter Müller teil. Sie hatten das Baugrundstück für die Wohngemeinschaft 2023 an die Diakonie übertragen.
Zu Beginn sprach Pfarrer Frank Schneider ein Segensgebet mit der Bitte für die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Mitarbeitenden, „dass dieses Haus ein Ort der Geborgenheit, der Sicherheit und der Gemeinschaft sei“.
Karsten Stüber dankte den Eheleuten im Namen des Diakonie-Verwaltungsrates sowie der Mitarbeitenden besonders herzlich dafür, dass sie das Grundstück dem Gemeinwohl zur Verfügung gestellt haben. Verbunden gewesen sei dies mit dem klaren Wunsch, ein Angebot für Menschen mit Betreuungsbedarf zu schaffen. Gerade bei einer Fläche von 1.600 Quadratmetern sei eine solche Entscheidung, „das Gemeinwohl über das Eigene zu stellen“, keine Selbstverständlichkeit.
Peter Müller erklärte die Motivation der Eheleute mit der Haltung, dass „nicht allein entscheidend sei, was wir haben, sondern was wir mit dem tun, was wir haben“. Gleichzeitig spielte auch die Dankbarkeit gegenüber der Diakonie eine wichtige Rolle: Die Diakonie hatte die Eheleute jahrelang bei der Pflege von Monika Plaßmanns Mutter unterstützt.
Diese Haltung und Dankbarkeit ermöglichten bereits den Bau der Pflege-Wohngemeinschaft Lackhütter-Plaßmann I in unmittelbarer Nachbarschaft. Mit Lackhütter-Plaßmann II kommt nun ein weiteres Pflege- und Wohnangebot mit 818 Quadratmetern Nutzfläche hinzu.
Die Diakonie investierte rund 3,6 Millionen Euro in den Bau der Wohngemeinschaft. Entstanden sind 18 WG-Plätze für Menschen mit Pflege- und Betreuungsbedarf sowie drei zusätzliche altersgerechte Wohnungen mit jeweils rund 50 Quadratmetern. Die Mieterinnen und Mieter dieser Wohnungen können auf Wunsch einen Betreuungsvertrag mit der Diakonie schließen.
Die Wohngemeinschaft Lackhütter-Plaßmann II sei auch ein klares Bekenntnis von Stadt und Kreis Gütersloh, das Konzept Wohngemeinschaft vor Ort aktiv zu fördern und sich „ein solches Angebot bewusst zu leisten“, erläuterte Stüber.
Henning Matthes, Erster Beigeordneter der Stadt Gütersloh, verwies auf die älter werdende Gesellschaft und die damit verbundenen Konsequenzen. Menschen lebten immer länger in der Stadt. Vor diesem Hintergrund stelle sich die Frage, wie ihnen ein möglichst langes selbstständiges und selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden ermöglicht werden könne. Er dankte der Diakonie für ihr Engagement und die Initiative, „um hier tätig zu werden und eine entsprechende Wohnform zu schaffen“.
Passend zum gelebten Alltag in der Pflege-Wohngemeinschaft klang die Eröffnungsfeier in geselliger Runde aus. Karsten Stüber stand selbst am Grill und sorgte für das leibliche Wohl der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der Gäste.






