Mehr als 60 Ausbildungsbotschafter engagieren sich in Lippe

25 Unternehmen stellen Schülerinnen und Schülern 33 Ausbildungsberufe und duale Studiengänge vor

Kreis Lippe. Mehr als 60 Ausbildungsbotschafter aus 25 lippischen Unternehmen engagieren sich im Schuljahr 2026/27 für die Berufsorientierung an Schulen im Kreis Lippe. Sie stellen insgesamt 33 duale Ausbildungsberufe und duale Studiengänge vor und geben Schülerinnen und Schülern persönliche Einblicke in ihren Berufsalltag. Die ersten Schuleinsätze haben bereits stattgefunden.

© Koordinierungsstelle Schule-Beruf

Vanessa Boschke, Leiterin der Koordinierungsstelle Schule – Beruf (rechts), und Elena Blaue von der Koordinierungsstelle Schule – Beruf (links) mit den teilnehmenden Auszubildenden der ersten von drei Schulungen zum Ausbildungsbotschafter in diesem Jahr. © Koordinierungsstelle Schule-Beruf

Das Projekt soll Jugendliche frühzeitig über berufliche Perspektiven in der Region informieren und gleichzeitig einen Beitrag zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses leisten. Dabei berichten Auszubildende aus eigener Erfahrung über ihre Berufswahl, ihre Ausbildung und den Arbeitsalltag.

Persönliche Einblicke erleichtern die Berufsorientierung

Eine fundierte Berufswahl setzt voraus, dass Jugendliche ihre Interessen und Stärken kennen und sich über verschiedene berufliche Möglichkeiten informieren können. Die Ausbildungsbotschafter sollen dabei helfen, unterschiedliche Tätigkeitsfelder kennenzulernen und Fragen zum Berufseinstieg zu beantworten.

„Die Berufswahl ist für viele Jugendliche eine der ersten großen Entscheidungen für ihre Zukunft. Dabei ist es wichtig, dass sie einen realistischen Einblick in die Arbeitswelt erhalten. Unsere Ausbildungsbotschafter schaffen genau diese Begegnungen: Sie sprechen die Sprache der Jugendlichen, berichten authentisch von ihren eigenen Erfahrungen und können Fragen beantworten, die im Schulalltag vielleicht sonst zu kurz kommen. Wir möchten Schülerinnen und Schüler dabei unterstützen, eigene Interessen und Stärken zu entdecken, berufliche Möglichkeiten kennenzulernen und ihren ganz persönlichen Weg nach der Schule zu finden“, erklärt Vanessa Boschke, Leiterin der Koordinierungsstelle Schule – Beruf (Schu.B).

33 Ausbildungsberufe und duale Studiengänge vertreten

Die beteiligten Auszubildenden repräsentieren insgesamt 33 duale Ausbildungsberufe und Studiengänge. Das Spektrum reicht von kaufmännischen und technischen Berufen bis zu unterschiedlichen dualen Studienangeboten. Damit erhalten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in verschiedene Branchen und Tätigkeitsbereiche der regionalen Wirtschaft.

Die Ausbildungsbotschafter berichten von ihren Erfahrungen, beantworten Fragen und sprechen auch über Herausforderungen beim Einstieg in die Berufswelt. Da sie selbst erst vor vergleichsweise kurzer Zeit vor der Berufswahl standen, können sie den Jugendlichen ihre persönlichen Erfahrungen vermitteln.

Auch die beteiligten Auszubildenden profitieren von ihren Einsätzen: Indem sie ihren Beruf und ihr Unternehmen vor Schulklassen präsentieren, können sie ihre kommunikativen und persönlichen Kompetenzen weiterentwickeln.

Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen

Die Koordinierungsstelle Schule – Beruf (Schu.B) organisiert das Projekt, bereitet die Auszubildenden auf ihre Schuleinsätze vor und koordiniert die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Schulen und Unternehmen.

Damit fördert das Projekt den Austausch zwischen Bildungseinrichtungen und regionaler Wirtschaft. Die Jugendlichen erhalten Informationen über berufliche Möglichkeiten vor Ort, während Unternehmen frühzeitig mit potenziellen Nachwuchskräften in Kontakt kommen.

Die Koordinierungsstelle Schule – Beruf wird im Rahmen der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss – Übergang Schule-Beruf in NRW“ (KAoA) durch das Land Nordrhein-Westfalen und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert.

Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter www.ausbildungsbotschafter.de.