Bienenwald in Extertal-Nösingfeld entwickelt sich sichtbar

Fünf Jahre nach der Aufforstung wachsen auf 2,8 Hektar rund 4.200 Laubbäume für Bienen und andere Insekten

Extertal-Nösingfeld. Der Bienenwald in Extertal-Nösingfeld hat sich fünf Jahre nach seiner Anlage zu einem dichten jungen Laubwald entwickelt. Auf der rund 2,8 Hektar großen Fläche nahe dem Nösingfelder Friedhof wachsen etwa 4.200 Laubbäume, deren Blüten Nahrung für Honigbienen, Wildbienen, Hummeln und andere Insekten bieten.

Weitgehend kahle und geräumte Waldfläche an einem Hang bei Extertal-Nösingfeld im Jahr 2021.

© Foto: LVL.

Die Idee für den Bienenwald stammt vom Extertaler Imker Heino Rinne. Thomas Fritzemeier, Leiter des Forstreviers Bösingfeld, griff die Anregung auf und wählte dafür eine Fläche, auf der zuvor Fichten infolge der Dürre abgestorben waren. Gepflanzt wurden Elsbeere, Wildobst, Winterlinde, Vogelkirsche, Traubeneiche und Esskastanie.

In den Randbereichen ergänzen Haselnuss, Kornelkirsche, Weißdorn, Hartriegel und Kreuzdorn den Laubwald. Das Areal wurde mit einem Zaun aus unbehandeltem heimischem Fichtenholz abgegrenzt, der mit der Zeit verrotten und in der Natur verbleiben kann.

Vom kahlen Areal zum jungen Laubwald

Vorher-Nachher-Aufnahmen zeigen die Entwicklung der Fläche seit 2021. Nach Angaben Fritzemeiers haben sich die jährlichen Pflegearbeiten bewährt. Heute ist auf dem einst kahlen Gelände ein dichter junger Laubwald entstanden, der besonders im Frühjahr und Sommer mit seinen Blüten Nahrung für zahlreiche Insekten bietet.

Drohnenaufnahme eines dicht bewachsenen jungen Laubwaldes in der hügeligen Landschaft bei Extertal-Nösingfeld.

© Foto: LVL

Auch Susanne Hoffmann, Leiterin der Forstabteilung, bewertet die Zusammenarbeit zwischen Imkern und Landesverband positiv. In diesem Jahr wurde mit Unterstützung der Imker ein weiterer Bienenwald in den Wäldern des Landesverbandes angelegt. Vorgestellt werden soll dieser beim Honigmarkt auf der Burg Sternberg am 18. Oktober 2026.

Aufforstungen nach den Dürrejahren

Der Bienenwald in Extertal-Nösingfeld steht nach Angaben des Landesverbandes beispielhaft für weitere Aufforstungen in seinen Wäldern in Lippe. Nach den Dürrejahren ab 2018 wurden ehemalige Fichtenflächen geräumt und mit Laubmischwäldern neu bepflanzt. Viele der damaligen Kahlflächen seien inzwischen wieder begrünt und entwickelten sich zu neuen Waldbeständen.