Freie Ausbildungsplätze in OWL: 3.870 Stellen offen

NGG nennt Chancen in Gastronomie, Lebensmittelindustrie und Bäckereien und rät zu Tariflohn sowie Jugendvertretung

Ostwestfalen-Lippe. Freie Ausbildungsplätze in OWL gibt es zum Start des neuen Ausbildungsjahres weiterhin in großer Zahl. Nach Angaben der Arbeitsagentur sind in der Region noch 3.870 Ausbildungsstellen unbesetzt. Darunter befinden sich 118 Plätze in Hotels, Restaurants und Gaststätten, 188 in der Lebensmittelindustrie sowie 109 in Bäckereien – sowohl in der Produktion als auch im Verkauf.

Eine Person dekoriert eine dreistöckige weiße Torte mit orangefarbenen Rosen und grünen Blättern.

Eine mehrstöckige Torte wird mit orangefarbenen Rosen und grünen Blättern dekoriert. Die NGG rät Jugendlichen, bei der Wahl eines Ausbildungsbetriebs auf die Ausbildungsinhalte, eine tarifliche Bezahlung und eine Jugendvertretung zu achten.
© Foto: NGG | Florian Göricke

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Ostwestfalen-Lippe ruft Jugendliche ohne Ausbildungsplatz dazu auf, die kommenden Wochen für Bewerbungen zu nutzen. Geschäftsführer Thorsten Kleile weist darauf hin, dass viele Betriebe beim Starttermin flexibel seien. Eine Ausbildung könne häufig auch im September oder Oktober begonnen werden.

Ausbildungsvertrag statt Gelegenheitsjob

Kleile rät dazu, auf einen Ausbildungsvertrag statt auf kurzfristige Gelegenheitsjobs zu setzen. Eine dreijährige Ausbildung schaffe die Grundlage, um sich später im Betrieb weiterzuentwickeln. Freie Ausbildungsplätze in OWL bieten dafür auch nach dem 1. August noch Möglichkeiten.

Tariflohn und Jugendvertretung prüfen

Bei der Wahl des Betriebs sollten Bewerberinnen und Bewerber nach Ansicht der Gewerkschaft auf eine tarifliche Bezahlung achten. Wichtig sei außerdem eine Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV). Sie vertrete die Interessen der jungen Beschäftigten und achte unter anderem darauf, dass der Rahmenplan der Ausbildung eingehalten werde.

Als Beispiel nennt die NGG die Ausbildung zur Bäckereifachverkäuferin. Auszubildende sollten nicht überwiegend mit Aufgaben beschäftigt werden, die wenig mit ihrer Ausbildung zu tun haben. Sie müssten insbesondere im Verkauf und an der Kasse eingesetzt werden, da auch kaufmännische Inhalte zur Ausbildung gehörten.