Mehr als 13.400 Betroffene leiden in Bielefeld an Asthma – Kälte, trockene Heizungsluft und Allergene können Beschwerden im Winter deutlich verstärken.

Frauen leiden mit einem Anteil von 5,5 Prozent etwas häufiger als Män-
ner (4,2 Prozent) an Asthma. Foto: AOK/hfr.
Bielefeld. Wenn es draußen kalt wird, wird Asthma in Bielefeld für viele Betroffene zur besonderen Belastung: In der Stadt leiden derzeit mehr als 13.400 Menschen an Asthma bronchiale. Die chronische Erkrankung der Atemwege führt dazu, dass die Bronchien dauerhaft überempfindlich reagieren – typische Symptome sind anfallsweise Atemnot, Husten und eine pfeifende Atmung.

Mehr als 13.400 Menschen in Bielefeld, die an Asthma erkrankt sind, macht der Winter das Atmen noch schwerer. Foto: AOK/hfr.
„Die kalte Luft draußen und im Gegensatz dazu die warme, trockene Heizungsluft drinnen reizen die empfindlichen Bronchien der Asthmatikerinnen und Asthmatiker und führen zu Luftnot“, erklärt Matthias Wehmhöner, Serviceregionsleiter der AOK NordWest.
Bei einem Asthmaanfall verengen sich die Bronchien, die Schleimhäute schwellen an und die Atmung wird erschwert. Dadurch gelangt weniger Luft in die Lunge – Betroffene kämpfen mit Husten, pfeifender Atmung und akuter Luftnot. Besonders dann, wenn die Atemwege zusätzlich durch ungünstige Umweltbedingungen belastet werden, können die Beschwerden deutlich zunehmen.
Zu den möglichen Auslösern zählen auch äußere Reize, sogenannte Trigger. Dazu gehören unter anderem allergische Reaktionen auf Schimmel, Hausstaubmilben oder Tierallergene. Gerade im Winter kann die Belastung durch diese Allergene steigen: Wer falsch oder zu selten lüftet, begünstigt Schimmelbildung – gleichzeitig werden Hausstaub, Milben und Tierallergene durch die trockene Heizungsluft leichter aufgewirbelt. Weil sich viele Menschen in der dunklen Jahreszeit häufiger in Innenräumen aufhalten, ist der Kontakt zu solchen Auslösern im Winter oft intensiver.
„Jahreszeitbedingte kalte Außentemperaturen und warme, trockene Heizungsluft in Innenräumen provozieren insbesondere bei Asthmatikern mehr und heftigere Anfälle“, so Wehmhöner. Umso wichtiger sei es, Trigger zu kennen und möglichst zu vermeiden – etwa durch regelmäßiges Stoßlüften, eine möglichst ausgewogene Luftfeuchtigkeit sowie saubere, allergenarme Wohnräume.
Aktuelle AOK-Zahlen aus dem Jahr 2023 zeigen: In Bielefeld sind rund vier Prozent der Bevölkerung von Asthma betroffen. Frauen leiden dabei mit einem Anteil von 5,5 Prozent etwas häufiger unter Asthma als Männer mit 4,2 Prozent.
Weitere Informationen bietet die AOK NordWest im Internet unter www.aok.de/nw in der Rubrik Medizin & Versorgung – chronische Erkrankungen.
Quelle: AOK NordWest




