M.O.W. 2026 zieht positive Bilanz in Bad Salzuflen

620 Anbieter aus 52 Nationen präsentierten sich auf der Möbelmesse – 45 Prozent der Fachbesucher kamen aus dem Ausland

Bad Salzuflen. Die M.O.W. 2026 ist nach fünf Messetagen mit einer positiven Bilanz zu Ende gegangen. Vom 20. bis 24. September präsentierten sich im Messezentrum Bad Salzuflen 620 Anbieter aus 52 Nationen. Damit legte die Möbelmesse sowohl bei der Zahl der Aussteller als auch bei der internationalen Beteiligung gegenüber dem Vorjahr zu. 2025 waren 558 Anbieter aus 39 Ländern vertreten.

mow-2026-messestand-kare

MOW-2026-Messestand-Kare. Bildnachweis © M.O.W.

Neben Deutschland gehörten Polen, Dänemark und die Niederlande zu den stärksten Ausstellernationen. Größere Beteiligungen kamen außerdem aus der Türkei, Bosnien-Herzegowina, Italien, Litauen, Portugal, Spanien, Estland, Österreich, China und Serbien. Erstmals waren nach Angaben des Veranstalters auch Unternehmen aus Marokko, Pakistan, Taiwan, Thailand und Vietnam vertreten.

Im Mittelpunkt der Messe standen Gespräche über Sortimente, Geschäftsanbahnungen und künftige Entwicklungen im Möbelhandel. Die Aussteller präsentierten komplette Wohnwelten, neue Materialien, Funktionen und Farbkonzepte. Auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Produktentwicklung, Vermarktung und Präsentation spielte nach Angaben der Messe zunehmend eine Rolle.

45 Prozent der Fachbesucher aus dem Ausland

Besonders hoch war die internationale Beteiligung auf Besucherseite. Nach Angaben des Veranstalters kamen 45 Prozent der Fachbesucher aus dem Ausland. Zu den stärksten Besuchernationen gehörten die Niederlande, Dänemark, Belgien, Frankreich, Italien, Österreich und die Schweiz. Auch aus Deutschland seien mehr Besucher als im Vorjahr nach Bad Salzuflen gekommen.

Insgesamt reisten Fachbesucher aus 65 Nationen zur M.O.W. und damit aus drei Ländern mehr als im Vorjahr. Das Fachpublikum reichte vom klassischen Möbelhandel über Verbände, Einzelhändler, Filialisten, Spezialisten und Studios bis zu Onlinehändlern. Auch Bau- und Heimwerkermärkte, Gartenfachhändler, Objekteinrichter und weitere Non-Food-Anbieter nutzten die Messe zur Sortimentsorientierung, Geschäftsanbahnung und Order. Als besonders besucherstark erwiesen sich Montag bis Mittwoch.

Neue Formate M.O.W. olé und M.O.W. Input

Mit M.O.W. olé wurde 2026 erstmals eine Plattform für die Themen Outdoor, Living und Event angeboten. Mehr als 40 Unternehmen beteiligten sich an der Premiere. Das Format soll nach Angaben des Veranstalters 2027 weitergeführt werden. Mit M.O.W. Input wurden zudem Dienstleistungen und weitere Branchenthemen in das Messeangebot aufgenommen.

Fortgesetzt wurde auch die Kooperation mit der area30 in Löhne. Beide Veranstaltungen decken gemeinsam ein breites Spektrum der Bereiche Wohnen und Küche ab und sollen die Region Ostwestfalen als Treffpunkt der Einrichtungsbranche stärken.

M.O.W.-Chef Bernd Schäfermeier sieht insbesondere die persönliche Begegnung, die internationale Beteiligung und die Resonanz aus dem Handel als wichtige Ergebnisse der diesjährigen Messe. Der Messetermin ermögliche dem Handel sowohl Sortimentsentscheidungen für das Herbst- und Wintergeschäft als auch die Vorbereitung auf das Jahr 2027.

Wohntrends zwischen Naturtönen und neuen Funktionen

Zu den auf der Messe erkennbaren Trends zählten eine stärkere Betonung von Materialität, Haptik und Details sowie weiterhin Eiche und zunehmend Nussbaum. Bei den Farben dominierten helle Töne wie Beige, Sand und Off-White. Daneben spielten Kaschmir, Rost-, Terrakotta- und Erdfarben sowie vereinzelt Grün eine Rolle.

Bei Polstermöbeln waren organische Formen und sogenannte Bubble Sofas zu sehen. Gefragt waren zudem Komfortfunktionen zum Relaxen, Schlafen, Anlehnen, Verstauen, Verstellen und Aufladen. Weitere Themen waren gerundete Kastenmöbel, Ton-in-Ton-Kompositionen, Lichtlösungen, Blockküchen, Haustiermöbel und Nachhaltigkeit als Produkteigenschaft.

Auch das Wohnen im Außenbereich gewinnt nach Einschätzung der Messe weiter an Bedeutung. Für Onlinehandel und Marktplätze spielten Dropshipping, flach verpackte Produkte und digitale Produktdaten eine zunehmende Rolle. Künstliche Intelligenz wurde insbesondere im Zusammenhang mit der Vermarktung von Produkten thematisiert.

Nächste M.O.W. im September 2027

Die nächste M.O.W. ist vom 19. bis 23. September 2027 in Bad Salzuflen geplant. Weitere Informationen gibt es unter www.mow.de.