Verbraucherzentrale NRW in Minden erklärt Unterschiede zwischen Monoblock-, Split- und Mini-Split-Geräten sowie Effizienz und Förderung
Minden. Wer Klimageräte auswählen möchte, sollte vor allem auf die passende Kühlleistung für den jeweiligen Raum achten. Eine gute Planung vor dem Kauf könne Fehlentscheidungen vermeiden, erklärt Matthias Gering, Energieberater bei der Verbraucherzentrale NRW in Minden. Ist die Kühlleistung zu gering und nicht an die Raumgröße angepasst, kann auch ein vermeintlich günstiges Gerät am Ende die falsche Wahl sein.
Monoblock, Splitgerät oder Mini-Split?
Mobile Monoblock-Klimageräte vereinen alle technischen Komponenten in einem Gehäuse und können frei im Raum aufgestellt werden. Die warme Abluft wird in der Regel über einen Schlauch durch ein geöffnetes Fenster nach außen geleitet.
Fest installierte Split-Klimageräte bestehen dagegen aus einer Innen- und einer Außeneinheit, die über Kältemittelleitungen miteinander verbunden sind. Die Installation muss durch einen zertifizierten Fachbetrieb erfolgen.
Mobile Mini-Split-Klimageräte verbinden Eigenschaften beider Systeme. Auch sie verfügen über eine Innen- und eine Außeneinheit, sind jedoch bereits werkseitig befüllt und geschlossen. Eine Installation durch einen Fachbetrieb ist deshalb nicht erforderlich. Benötigt werden ein geeigneter Standort für das Außengerät, eine Ableitung für das Kondenswasser sowie ein geringfügig geöffnetes Fenster für die vergleichsweise dünne Kühlmittelleitung.
Effizienz der Geräte vergleichen
Wer Klimageräte auswählen und deren Energieverbrauch vergleichen möchte, sollte auf die Effizienzkennzahl des Energielabels achten. Bei Split-Geräten ist dies der SEER-Wert. Gute Geräte erreichen nach Angaben der Verbraucherzentrale Werte von 6 bis 8 oder darüber. Bei mobilen Geräten wird der EER-Wert angegeben, der üblicherweise bei rund 2,6 bis 3,0 liegt. Ein Splitgerät der Effizienzklasse A arbeitet daher deutlich effizienter als ein Monoblock derselben Klasse.
Bei Monoblock-Klimageräten und mobilen Split-Geräten kommt hinzu, dass die notwendigen Leitungen oder Schläuche durch ein geöffnetes Fenster geführt werden. Dadurch kann warme Außenluft in den Raum gelangen und der Kühlung entgegenwirken. Fensteröffnungen sollten deshalb möglichst gut abgedichtet werden. Monoblockgeräte benötigen in der Praxis rund das Zwei- bis Dreifache an Strom wie ein Splitgerät.
Kühlleistung an den Raum anpassen
Welche Kühlleistung erforderlich ist, hängt unter anderem von der Raumgröße, der Fensterfläche, der Wärmedämmung, der Sonneneinstrahlung und internen Wärmequellen ab. Ein zu kleines Gerät kann dauerhaft laufen, ohne die gewünschte Kühlung zu erreichen. Ein zu großes Gerät schaltet dagegen häufig ein und aus und arbeitet dadurch weniger effizient.
Förderung für bestimmte Splitanlagen möglich
Split-Geräte sind in Anschaffung und Installation teurer als Monoblockgeräte. Reine Kühlgeräte werden nicht gefördert. Eine kühlende Splitanlage ist technisch jedoch eine Luft-Luft-Wärmepumpe und kann über die Heizungsförderung der KfW bezuschusst werden.
Verschattung und Ventilatoren als Alternativen
Am wirkungsvollsten ist es, sommerliche Hitze möglichst gar nicht erst in die Wohnung gelangen zu lassen. Helfen können richtiges Lüften und außenliegende Verschattungen wie Rollläden, Jalousien oder Markisen. Innenliegende Vorhänge haben eine deutlich geringere Wirkung.
Eine kostengünstigere Alternative zu Klimageräten sind Ventilatoren. Sie senken die Raumtemperatur zwar nicht aktiv, können bei Hitze aber das Behaglichkeitsgefühl verbessern.
Ein Beratungstermin bei der Verbraucherzentrale NRW kann unter www.verbraucherzentrale.nrw/termin-vereinbaren-68144 vereinbart werden.






