Neues Finishing-Center in Törökszentmiklós soll Produktionsabläufe verbessern – Erwerb weiterer neun Hektar Land geplant
Harsewinkel/Törökszentmiklós. Der Landmaschinenhersteller CLAAS baut seinen Produktionsstandort im ungarischen Törökszentmiklós weiter aus. Im Oktober 2026 wurde offiziell der Grundstein für ein neues Finishing-Center gelegt. Das Unternehmen investiert rund sieben Millionen Euro in das Projekt, mit dem die Endbearbeitung und das Handling fertiger Produkte neu organisiert werden sollen. Darüber hinaus plant CLAAS den Erwerb weiterer neun Hektar angrenzender Fläche.

Grundsteinlegung für das neue CLAAS Finishing-Center in Törökszentmiklós, Ungarn. Von links: Tamas Csányi (CLAAS Hungária, Head of Facility Management), Andreas Szakácsi (CLAAS Hungária, Vice President Manufacturing), Thomas Spiering (Chief Operating Officer CLAAS Group) und Christian Köbke (CLAAS, Senior Vice President Global Manufacturing). © CLAAS
An der Grundsteinlegung nahmen neben Mitarbeitenden des Unternehmens auch Vertreter aus Wirtschaft und Politik teil. Thomas Spiering, Chief Operating Officer der CLAAS Gruppe, begleitete die Zeremonie. Im Rahmen der Veranstaltung wurde eine Zeitkapsel mit historischen Dokumenten im Fundament des Neubaus verankert.
Neues Finishing-Center soll Abläufe verbessern
Mit dem Neubau verfolgt CLAAS mehrere Ziele. Die Infrastruktur soll künftig den weltweiten Versand zunehmend größerer und komplexerer Mähdrescher-Schneidwerke erleichtern. Gleichzeitig sollen Materialflüsse optimiert, Schnittstellen reduziert und zusätzliche Flächen geschaffen werden.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Zusammenführung verschiedener Arbeitsschritte. Künftig sollen Endkontrolle, Ersatzteilversorgung und Verladung unter einem Dach stattfinden. Dadurch will das Unternehmen die Durchlaufzeiten verkürzen und die Liefertreue gegenüber seinen Händlern weltweit verbessern.
Zum Bauprojekt gehört außerdem ein neues Bürogebäude. Dort sollen die Bereiche Produktionsprogrammplanung, Umbau und Versand untergebracht werden.
„Das neue Finishing-Center unterstreicht die strategische Bedeutung des ungarischen Werks im globalen CLAAS Produktionsnetzwerk“, erklärte Thomas Spiering. Nahezu jedes Mähdrescher-Schneidwerk des Unternehmens werde in Törökszentmiklós gefertigt und von dort weltweit exportiert. Als Vorteile des Standorts nannte er dessen zentrale Lage in Europa sowie wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen.
Weitere neun Hektar für zukünftiges Wachstum geplant
Parallel zum Bau des Finishing-Centers bereitet CLAAS bereits die nächste Entwicklungsphase des Werks vor. Geplant ist der Erwerb von neun Hektar angrenzendem Land, um zusätzliche Flächen für das weitere Wachstum des Produktionsstandorts zu schaffen.
„Mit dem geplanten Erwerb von weiteren neun Hektar angrenzendem Land schaffen wir den Raum, den dieser Standort für sein weiteres Wachstum braucht. Das ist ein klares Bekenntnis zu seiner langfristigen Zukunft“, erklärte Standortleiter Andreas Szakácsi.
Der geplante Flächenerwerb ergänzt die Investition in das neue Finishing-Center und soll die Voraussetzungen für eine langfristige Weiterentwicklung des Werks schaffen.
Ungarisches Werk seit 1997 deutlich gewachsen
CLAAS übernahm den Standort Törökszentmiklós im Jahr 1997. Seitdem ist die Zahl der Beschäftigten von ursprünglich 340 auf mittlerweile mehr als 700 Mitarbeitende gestiegen.
Heute fungiert das Werk als globales Kompetenzzentrum für Mähdrescher-Schneidwerke innerhalb der CLAAS Gruppe. Die dort gefertigten Produkte werden weltweit exportiert. Mit der aktuellen Investition und der geplanten Flächenerweiterung setzt das Unternehmen den Ausbau seines ungarischen Produktionsstandorts fort.





