Landtechnikhersteller erweitert seine Entwicklungskapazitäten in Nebraska und investiert langfristig in den nordamerikanischen Markt
Omaha/Nebraska. Der Landtechnikhersteller CLAAS hat am 8. Oktober 2026 ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum in Omaha im US-Bundesstaat Nebraska eröffnet. Mit der Investition will das Unternehmen seine Entwicklungs- und Testmöglichkeiten für landwirtschaftliche Maschinen in Nordamerika erweitern. Im Mittelpunkt steht die Anpassung moderner Agrartechnik an die unterschiedlichen Anbaubedingungen in den Vereinigten Staaten und Kanada.

Die offizielle Eröffnung des neuen Forschungs- und Entwicklungszentrums: dabei waren (von links) Matt Ristow (CLAAS Omaha, Regierungs- und Kammerbeziehungen), Joseph Young (President & CEO Nebraska Chamber of Commerce & Industry), Dr. Martin von Hoyningen-Huene (Member of the CLAAS Executive Board, Executive Vice President Business Unit Tractors & Implements), Jim Pillen (Gouverneur von Nebraska), Jan-Hendrik Mohr (CLAAS CEO), Peter Poete, (Deutsche Botschaft Washington DC, Referatsleiter Ernährung und Landwirtschaft) und Markus Koch (CLAAS Omaha, Head of Engineering). © CLAAS
Zur offiziellen Eröffnung begrüßte CLAAS unter anderem Nebraskas Gouverneur Jim Pillen sowie Mitarbeitende, lokale Führungspersönlichkeiten und weitere Gäste. Das neue Zentrum ist Teil einer mehrjährigen Investitions- und Wachstumsstrategie des Unternehmens für Nordamerika mit einem Gesamtvolumen von 100 Millionen US-Dollar.
„Das neue Forschungs- und Entwicklungszentrum vereint lokales Fachwissen, Kundenkenntnisse und die technischen Kompetenzen von CLAAS und ermöglicht es uns, Landmaschinen zu entwickeln, die speziell auf die nordamerikanische Landwirtschaft zugeschnitten sind“, erklärte Jan-Hendrik Mohr, CEO der CLAAS Gruppe.
Mehr Kapazitäten für Forschung und Entwicklung
Das neue Forschungszentrum befindet sich auf dem bestehenden CLAAS Campus in Omaha. Dort sind bereits der nordamerikanische Hauptsitz, die Produktion von LEXION Mähdreschern und die CLAAS Training Academy angesiedelt. In der Akademie werden Händler, Mitarbeitende und angehende landwirtschaftliche Fachkräfte geschult und weitergebildet.
Die neue Einrichtung umfasst nach Unternehmensangaben eine Fläche von 4.200 Quadratmetern, darunter rund 1.100 Quadratmeter überdachte Fläche. Gegenüber dem bisherigen, außerhalb des Firmengeländes gelegenen Forschungs- und Entwicklungsstandort stehen damit 25 Prozent mehr Kapazitäten zur Verfügung.
Das Gebäude wurde für verschiedene Phasen des Entwicklungsprozesses ausgelegt. Es verfügt über Büroflächen auf zwei Ebenen, erweiterte Bereiche für Messtechnik und Logistik sowie eine beheizte Innenwaschanlage. Hinzu kommen verbesserte physische und elektronische Sicherheitsvorkehrungen.
Die zusätzliche Infrastruktur soll es den Entwicklungsteams ermöglichen, Daten aus Praxistests effizienter auszuwerten und die Leistungsfähigkeit der Maschinen gezielt zu verbessern.
Landmaschinen unter realen Bedingungen testen
Eine zentrale Aufgabe des neuen Forschungs- und Entwicklungszentrums ist die Koordination und Auswertung nordamerikanischer Testaktivitäten. Die praktischen Erprobungen werden überwiegend auf landwirtschaftlichen Betrieben in unterschiedlichen Regionen stattfinden.
Dabei untersuchen die Ingenieure, wie sich Landmaschinen unter verschiedenen Boden-, Wetter- und Erntebedingungen verhalten. Die gewonnenen Felddaten werden anschließend nach Omaha übermittelt und dort analysiert.
„Dieses Zentrum stärkt unsere Fähigkeit, Innovationen zu entwickeln, zu testen und zu optimieren, die unsere Kunden direkt auf dem Feld unterstützen“, sagte Claudius Knierbein, Head of Engineering bei CLAAS Omaha.
Durch die Verbindung von praktischen Feldversuchen und technischer Entwicklungsarbeit sollen Maschinen gezielter auf die jeweiligen Fruchtarten, Anbaumethoden und betrieblichen Anforderungen in den USA und Kanada abgestimmt werden.
Omaha als wichtiger Standort für CLAAS
CLAAS ist seit mehr als 25 Jahren in Omaha vertreten. Am dortigen Standort beschäftigt das Unternehmen inzwischen mehr als 250 Mitarbeitende. Neben der Fertigung und Konstruktion gehören auch Schulungen und Kundenservice zu den Aufgaben des nordamerikanischen Kompetenzzentrums.
Gouverneur Jim Pillen begrüßte die erneute Investition des Unternehmens in Nebraska. CLAAS sei seit mehr als 25 Jahren ein wichtiger Arbeitgeber in der Region. Die Erweiterung stärke die Wirtschaft und unterstütze die Beschäftigung qualifizierter Fachkräfte.
Auch die Investitionen in Forschung, Innovation und berufliche Bildung hob Pillen hervor. Diese seien sowohl für die landwirtschaftlichen Betriebe als auch für die langfristige wirtschaftliche Entwicklung des Bundesstaates von Bedeutung.
Jan-Hendrik Mohr verwies auf die landwirtschaftliche Prägung Nebraskas, die verfügbaren Fachkräfte und die Verbindungen zu Betrieben in ganz Nordamerika. Zugleich bedankte er sich für die Zusammenarbeit mit Gouverneur Pillen und dem Ministerium für Wirtschaftsförderung von Nebraska.
Langfristige Wachstumsstrategie für Nordamerika
Mit der Eröffnung baut CLAAS seine bestehenden Aktivitäten in Omaha weiter aus. Die räumliche Bündelung von Forschung, Entwicklung, Produktion, Weiterbildung und Kundenservice soll die Zusammenarbeit der verschiedenen Unternehmensbereiche erleichtern.
Das neue Forschungszentrum ist damit ein weiterer Bestandteil der langfristigen Nordamerika-Strategie des Landtechnikherstellers. Ziel ist es, die Entwicklung landwirtschaftlicher Maschinen stärker an den Anforderungen der Betriebe in den Vereinigten Staaten und Kanada auszurichten.





